Mi, 19. Dezember 2018

Welt-Tollwut-Tag

29.09.2015 08:58

Illegaler Welpenhandel bedroht unsere Gesundheit

Anlässlich des Welt-Tollwut-Tages am 28. September haben Tierschützer erneut vor der Gefahr durch den illegalen Welpenhandel gewarnt. Österreich gilt zwar seit 2008 als tollwutfrei, in Osteuropa ist diese gefürchtete Krankheit jedoch noch weit verbreitet. Organisationen wie die "Vier Pfoten" raten deshalb vom Kauf von Hunden aus dubiosen Quellen ab, denn widerrechtlich eingeführte und ungeimpfte Welpen könnten die Tollwut wieder nach Österreich einschleppen.

Der internationale Welt-Tollwut-Tag wird seit 2007 jährlich von der Global Alliance for Rabies Control (GARC) ausgerufen. Ziel ist es, weltweit über die Risiken zu informieren, die Krankheit zu bekämpfen und die Zahl der Infektionen zu reduzieren. An der Viruserkrankung sterben jedes Jahr circa 55.000 Menschen qualvoll: Eine unmittelbar anschließende Behandlung ist die einzige Rettung nach einem Biss. Wenn zu spät reagiert wird und sich bereits Symptome zeigen, verläuft die Krankheit sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ausnahmslos tödlich.

Schmuggel von kranken Welpen ohne Impfung
In den meisten Fällen wird Tollwut durch Hundebisse oder -kratzer übertragen. Ohne gültige Impfung darf eigentlich kein Hund einreisen - dadurch soll der tollwutfreie Status in Österreich erhalten bleiben. Doch jedes Jahr werden unzählige Welpen aus osteuropäischen Ländern nach Westeuropa geschmuggelt und unter falschen Angaben vorwiegend über das Internet angeboten. Die ebenfalls gefälschten Impfpässe täuschen die Käufer darüber hinweg, dass die Tiere zu jung, ungeimpft und meistens - aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen in denen sie gezüchtet werden - schon krank sind.

Welpenmafia macht Millionenumsätze
Dazu Indra Kley von den "Vier Pfoten": "Der Handel mit Rassewelpen ist zu einem Millionengeschäft mit mafiaähnlichen Strukturen angewachsen. Um dieses skrupellose Geschäft nicht zu unterstützen und sich und seine Familie zu schützen, können wir nur jedem zukünftigen Hundehalter vor einem Spontankauf warnen. Lassen Sie sich nicht aus Mitleid oder von Schnäppchenpreisen dazu verleiten. Wir warnen eindringlich davor, einen Welpen aus unbekannter Herkunft zu kaufen und empfehlen stattdessen, sich an seriöse Züchter zu wenden oder einen Hund aus einem Tierheim zu adoptieren."

Tollwut könnte wieder eingeschleppt werden
Der einzige Schutz gegen Tollwut ist die Impfung. Welpen können erst im Alter von zwölf Wochen gegen Tollwut geimpft werden, dann dauert es noch einmal drei Wochen, bis die Impfung vollständig wirkt. Die illegal importierten Welpen kommen oft aus Ländern, die als Tollwut-Risikogebiete eingestuft sind. Durch den Kauf derartiger Hunde besteht die Gefahr, diese gefährliche Krankheit wieder nach Westeuropa einzuführen. Abgesehen davon wird durch jeden Kauf - auch, wenn dieser aus Mitleid geschieht - das schmutzige Geschäft mit den Tierbabys unterstützt. Denn nur die Nachfrage hält auch die "Produktion" am Laufen.

Kampagne gegen den Welpenhandel
Die "Vier Pfoten" haben eine internationale Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel gestartet, im Laufe derer bereits viele Fälle in Europa aufgedeckt und zur Anzeige gebracht wurden - Ziel der Kampagne ist es, durch Aufklärung der Bevölkerung sowie durch politische Forderungen die kriminelle Vorgehensweise der Hundehändler zu unterbinden. Fälle können auf www.stopptwelpendealer.org  berichtet werden. Weitere Infos, worauf zukünftige Hundebesitzer beim Welpenkauf achten sollten, finden Sie hier.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Haben den IS besiegt“
Paukenschlag: USA beginnen Rückzug aus Syrien
Welt
„Mir geht es besser“
Live im TV: Lauda telefonierte mit Lebensretter
Formel 1
Eurofighter-Ausschuss
Amtsgeheimnis verletzt? SPÖ zeigt Grasser an
Österreich
Nilla Fischer
Lesbische Fußballerin erhält Morddrohungen!
Fußball International
Seuntjens-Kunstschuss
„Schwarze Magie“ oder Pech des Jahres?
Fußball International
Stuhec schafft Double
Schmidhofer verpasst Sieg um fünf Hundertstel!
Wintersport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.