23.05.2006 13:02 |

Blutige Bilanz

Tausende Radfahrer bei Unfällen verletzt

Für rund drei Millionen Österreicher ist das Fahrrad während der wärmeren Jahreszeit eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel. "Der Fahrradfahrer ist aber neben dem Fußgänger das schwächste Glied in der Hierarchie der Verkehrsteilnehmer", so Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Allein 2005 wurden 5.412 Radler in Österreich verletzt und 47 getötet.

Mit 43 Prozent sind Verletzungen der oberen Extremitäten die häufigsten bei Fahrradunfällen, gefolgt von den unteren Extremitäten mit 28 Prozent und Kopfverletzungen mit 19 Prozent. Betroffen von leichteren Blessuren sind vor allem Heranwachsende zwischen zehn und 14 Jahren. Die meisten Todesopfer sind über 60 Jahre alt.

Vergangenes Jahr gab es in Oberösterreich mit zehn Betroffenen die meisten Toten, in Wien mit zwei die wenigsten. Bei den Unfällen führte ebenfalls Oberösterreich mit 1.125. Burgenland war mit 98 Unfällen am sichersten.

Risiko unterschätzt
"Häufig ist den Menschen die Gefahr nicht bewusst. Sie steigen auf ihr Fahrrad und radeln los, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass sie ein erhöhtes Risiko eingehen, wenn sie den Zustand ihres Drahtesels nicht überprüfen", so Thann weiter. Eine Studie des Bereichs Heim, Freizeit und Sport zeigt: zwei von drei Fahrräder haben mindesten einen technischen Mangel.

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