Wieder ausrotten?

Slowakei: Bären und Wölfe werden zur Plage

Ausland
23.05.2006 16:37
Österreichs nach Bayern ausgewanderter Braunbär ist nicht der einzige Problembär. In der Slowakei häufen sich die Klagen über die angeblich überhand nehmende Vermehrung von Bären und Wölfen. Bienenzüchter beschweren sich über existenzbedrohende Schäden, die hungrige Bären anrichten. Jäger wiederum fordern eine ganzjährige Erlaubnis zum Abschießen von Wölfen, die ihnen zunehmend zur Konkurrenz werden.

Die Slowakei hat laut unterschiedlichen Schätzungen 300 bis 600 frei lebende Bären. In den vergangenen Jahren haben sich die Bären von menschlichen Siedlungen meist fern gehalten. Wegen des knapper werdenden Nahrungsangebotes verlieren sie aber immer mehr ihre Scheu. Allein beim mittelslowakischen Dorf Klenovec (Region Banska Bystrica) sollen laut örtlichen Bienenzüchtern Mitte Mai mehrere dutzend Bären innerhalb weniger Tage rund 50 Bienenstöcke auf der Suche nach Nahrung völlig zerstört haben. Abgesehen von Bienenstöcken machen sich Bären auch immer wieder über Mülltonnen am Rande von Tourismuseinrichtungen her. Zu Zusammenstößen mit Menschen ist es aber in diesem Jahr bisher noch nicht gekommen.

Die Zahl der nach dem Ersten Weltkrieg beinahe ausgerotteten Wölfe wird inzwischen wieder auf rund 150 geschätzt. Dass Wölfe hauptsächlich alte und kranke Tiere reißen, gilt nach Ansicht der Jäger in größeren Jagdrevieren längst nicht mehr, weil sich die Wolfsrudel in den vergangenen Jahren vergrößert hätten.

Symbolfoto

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