In der Nacht auf Freitag schrillten beim Österreichischen Wachdienst die Sirenen: Alarm in einem Haus in Maria Enzersdorf (Niederösterreich). Die Angestellten versuchten den Bewohner, einen 75-jährigen Pensionisten, anzurufen. Ohne Erfolg. Also machte sich der Wachmann (siehe Bild) auf den Weg zur angegebenen Adresse.
Haarscharf an Katastrophe vorbei
"Vorschriftsmäßig habe ich mit der Außenkontrolle begonnen und bin mit einer Taschenlampe rund um das Haus gegangen", so der ÖWD-Mitarbeiter. Plötzlich ein Schuss! Nur knapp neben dem 31-Jährigen drang das Geschoß aus dem Inneren des Gebäudes durch ein Fenster ins Freie. "Ich dachte, es ist ein Einbrecher, der da auf mich schießt", sagt der Sicherheitsmann.
Sofort ging er in Deckung, versteckte sich hinter seinem Auto. Und alarmierte die Polizei. Erst mit dem Eintreffen der Beamten klärte sich das gefährliche Missverständnis auf: Der Pensionist hatte den Wachmann für einen Einbrecher gehalten.
Anzeige droht
Warum der 75-Jährige nicht auf die Anrufe des Sicherheitsdienstes reagiert hatte, ist noch unklar. Der Mann hatte den Alarm abgestellt und sich dann ins Bett gelegt. Als er den Schein der Taschenlampe hinter dem Fenster sah, griff er zur stets bereitgelegten Pistole und drückte ab. Der Mann musste die Waffe abgeben, ihm droht auch eine Anzeige.
Text: Doris Vettermann
Bilder: Andi Schiel










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