Sa, 20. Oktober 2018

Elf Tage nach Geburt

16.09.2015 19:25

"Hörnchen II" galoppierte zum ersten Mal ins Freie

Pure Lebensfreude war Mittwoch im Salzburger Zoo zu sehen. Das Breitmaulnashorn-Baby durfte nur elf Tage nach seiner Geburt zum ersten Mal aus dem Stall auf die Außenanlage. Mutter Yeti und ihr Spross genossen die gemeinsamen Momente in der Sonne sichtlich. Auf der Wiese nebenan spielte Baby Nr 2: Amadou.

Kaum ging die Tür zur Außenanlage auf, gab es für die 16 Jahre alte Breitmaulnashorn-Kuh Yeti kein Halten mehr. Mit zügigem Schritt ging es ins Freie. Ihr elf Tage altes Baby - das vorübergehend noch Hörnchen II genannt wird - trabte ihr schüchtern nach. Nachdem die Mutter alles inspiziert hatte und sie genüsslich zu Fressen begann, gab es für den Nachwuchs aber kein Halten mehr. Runde um Runde galoppierte er übermütig über das Gelände. Halbbruder Amadou spielte derweil auf der Wiese nebenan mit einem Wasserbock, gut bewacht von Kuh Tamu und Tante Kifaru. Fünf Monate ist er nun alt und bringt geschätzte 150 Kilogramm auf die Waage. Bis sich die beiden Babys kennen lernen wird es aber noch dauern. Die Gewöhnung wird Schritt für Schritt stattfinden.

Obwohl es die zweite Nashorn-Geburt in diesem Jahr war, litt Tierpfleger Andreas Gfrerer auch dieses Mal mit. "Es hat länger gedauert, als wir anfangs dachten. Yeti ging zwischendurch wieder fressen", erinnert er sich. Anders als Amadou war Hörnchen bei der Geburt "gut ausgebacken". "Amadou hatte sehr große Füße und war eher schlacksig. Hörnchen sah sofort wie ein richtiges Nashorn aus. Es wog auch gut 15 Kilo mehr." Momentan bringt es der kleine Bulle auf gut 75 Kilo. Mama Yeti passt gut auf ihren Kleinen auf und sieht es nicht gerne, wenn die Pfleger ihre Nachwuchs zu nahe kommen. "Yeti bekam in Afrika bereits einmal ein Baby und zog es alleine auf. Sie fühlt sich wohl an diese Zeit zurück erinnert", mutmaßt Gfrerer.

Anderes Baby schon ein "Strizi"
Tamu dagegen hat die Ruhe weg und lässt die Pfleger gewähren. Amadou ist schon ein richtiger "Strizi" geworden. "Wenn er zurück in den Stall gehen soll, lässt er die großen Nashörner vorlaufen und wartet so lange, bis er endlich gestreichelt wird", schmunzelt Andreas Gfrerer. Diesen Wunsch erfüllen ihm die Pfleger natürlich gerne.

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