Mord im Internat
16-Jähriger erstochen - Mitschüler in Haft
Der 16-Jährige war am vergangenen Mittwoch erstochen worden. Er hatte in einer alten Mühle gewohnt, die zum evangelischen Landerziehungsheim Urspringschule gehört. Ein Mitbewohner hatte den Schüler blutend vor der Haustür entdeckt. Das Opfer soll dem Verhafteten Geld geschuldet haben. Ob dies auch das Motiv für die Tat ist, steht nach Polizeiangaben noch nicht endgültig fest.
Tatwaffe noch nicht gefunden
Der 17-Jährige sei seit kurzer Zeit externer Schüler des Internats gewesen. Er habe die Tat zunächst bestritten, später dann auf anwaltlichen Rat keine weiteren Angaben gemacht. Die Tatwaffe, wahrscheinlich ein Messer, wurde bisher nicht gefunden. Auf die Spur des Verdächtigen war die Sonderkommission bei Zeugenvernehmungen gekommen. Die Beamten haben bisher 85 Spuren registriert, von denen ein Teil verfolgt werden muss.
Schulleiter Michael Deckwerth hatte nach der Festnahme des Tatverdächtigen gesagt: "Der Festgenommene ist kein ordentlicher Schüler unserer Schule." In der Mühle hatten sich in der Nacht zum Mittwoch 14 Menschen aufgehalten, Unter ihnen war auch ein Erzieher mit seiner Familie.
Für etwa ein Drittel der Schüler zahlen Eltern das Schulgeld von 2.100 Euro monatlich. Bei 25 Prozent übernimmt die öffentliche Hand die Finanzierung. Die übrigen erhalten Stipendien. Derzeit werden rund 270 Mädchen und Buben aus aller Welt von der dritten Klasse an bis zum Abitur an der Schule von etwa 70 Lehrern unterrichtet. Rund die Hälfte von ihnen wohnt im Internat.
Symbolbild



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