Mehr Kontrolle

Kanaren: Flüchtlingsstrom soll gestoppt werden

Ausland
15.05.2006 20:42
Nach einem Rekordansturm von afrikanischen Flüchtlingen auf die Kanarischen Inseln hat die spanische Regierung eine verstärkte Überwachung des Seegebiets um das Urlauberparadies angeordnet. Um den Zustrom illegaler Zuwanderer auf die Inselgruppe aufzuhalten, veranlasste Ministerpräsident Zapatero die Entsendung von Aufklärungsflugzeugen und weiteren Patrouillenbooten.

Ende der vorigen Woche waren innerhalb von drei Tagen fast 1.000 Flüchtlinge auf den Kanarischen Inseln an Land gegangen. Dies war die höchste Zahl, die auf dem Archipel jemals in so kurzer Zeit registriert wurde. Ein Teil der illegalen Zuwanderer, die zuletzt auf die Kanarischen Inseln gelangt waren, solle schon bald in die Heimatländer abgeschoben werden.

Unterstützung durch Satelliten
Wie Vizeregierungschefin de la Vega am Montag in der spanischen Hauptstadt mitteilte, sollen noch in dieser Woche Patrouillen-Schiffe in das Seegebiet des Atlantischen Ozeans geschickt werden. Spanien werde ferner von Satelliten aufgezeichnete Daten erwerben und eine "diplomatische Offensive" in mehreren Staaten Westafrikas unternehmen. Diese sollten erreichen, dass die Länder den Kampf gegen die illegale Zuwanderung unterstützen.

Die Regionalregierung der Kanaren forderte Madrid auf, die Europäische Union in den Kampf gegen die illegale Zuwanderung einzuschalten. Seit Jahresbeginn gelangten über 5.000 afrikanische Flüchtlinge auf die Kanaren, 250 mehr als im gesamten Jahr 2005. Ein großer Teil der Flüchtlinge konnte bisher darauf hoffen, nach dem Erreichen der Kanaren auf das spanische Festland gebracht und dort als "Illegale" geduldet zu werden.

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