Tödlicher Absturz
Extrem-Alpinist in Nepal verunglückt
Unklar sei, ob der 47-jährige Brugger wegen eines Materialfehlers abgestürzt sei. Es könnte auch sein, dass es beim Umhängen von einer Sicherung in eine andere einen Moment der Unachtsamkeit auf Grund von Übermüdung gegeben habe.
Unfall in 6.800 Metern Seehöhe
"Der Unfall hat sich auf rund 6.800 Metern während des Abstiegs ereignet'', berichtete Kammerlanders Manager Sigi Pircher der Ansa. Der Jasemba sei ein eindrucksvoller Berg in der Gruppe des Achttausenders Cho Oyu mit einer äußerst schwierigen 2.000 Meter hohen Wand aus Fels und Eis. ''Hans und Luis hatten den ganzen Tag lang Fixseile verlegt und waren bis ca. 7.100 Meter gekommen. Sie haben dann entschieden, abzusteigen und nach einigen Tagen Erholung im Basislager den Aufstieg bis zum Gipfel zu versuchen'', sagte Pircher.
''Brugger seilte sich als Erster auf dem Fixseil ab, nach einigen Minuten folgte Hans, der Luis aber nicht mehr sah", erklärte Pircher weiter. Kammerlander habe geglaubt, dass Brugger schneller als er gewesen sei und bereits Richtung Lager 1 unterwegs gewesen sei. Als er im Schnee nur Aufstiegsspuren sah, sei er dann sofort umgedreht und habe Brugger gesucht. Schließlich habe Kammerlander an einem Fixseil einen Haken mit einer Expressschlinge, wie man sie zum Abseilen verwendet, gefunden.
''Hans hat sofort mit der Suche begonnen, leider ohne Erfolg. Erst in der Nacht ist er in das Basislager zurückgekehrt und hat Alarm geschlagen'', sagte Pircher.
Symbolbild




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