Video zeigt es

Leichenschändung im Irak

Ausland
02.05.2006 15:38
Der Nachrichtensender Al-Arabija hat ein Video ausgestrahlt, das die Schändung der Leiche des früheren irakischen Ministerpräsidenten Mohammed Hamsa al-Subeidi zeigt. In der Aufnahme ist unter anderem zu sehen, wie Männer den Kopf der Leiche des Mannes mit Füßen treten.

Der Anwalt von Ex-Präsident Saddam Hussein, Chalil al-Dulaimi, sagte dem Sender, die US-Armee sei an der Leichenschändung schuld, da sie die Leiche dem irakischen Gesundheitsministerium übergeben habe.

Al-Subeidi war an Gräueltaten bei der Niederschlagung des Schiiten-Aufstandes 1991 beteiligt. Der ehemalige Regierungschef war am 2. Dezember 2005 in einem US-Militärgefängnis gestorben.Die US-Armee hatte den Politiker, der zuletzt Regionalkommandant in der Region Zentraler Euphrat gewesen war, im April 2003 gefangen genommen. Er stand damals auf der US-Liste der meistgesuchten Iraker.

Die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" berichtete am Dienstag, unter Berufung auf ein Mitglied des irakischen Widerstands, zehn Gruppen von Aufständischen hätten sich seit Januar an einem Dialog mit dem amerikanischen Botschafter in Bagdad, Zalmay Khalilzad, beteiligt. Der Informant sagte, die Rebellen hätten sich auf diesen Dialog, der in Amman begonnen habe und später in Bagdad fortgesetzt worden sei, eingelassen, "um ein Ende der Besatzung zu erreichen". Khalilzad habe sich aufgeschlossen gezeigt. Konkrete Ergebnisse habe es jedoch bislang nicht gegeben.

Die Aufständischen seien außerdem unzufrieden mit den jüngsten politischen Entwicklungen. Die Tatsache, dass bei der Bildung der neuen Regierung Schlüsselpositionen an Angehörige bestimmter ethnischer und religiöser Gruppen verteilt würden, sei ein weiterer Schritt hin zu einem Auseinanderbrechen des Staates. Mehrere Parlamentsabgeordnete versicherten dagegen, zumindest die Posten im Bereich Sicherheit sollten mit Unabhängigen besetzt werden.

In Bagdads Vorort Al-Schula fand die Polizei die Leichen von vier erschossenen Zivilisten. Diese wiesen Folterspuren auf. Bei Attacken von Extremisten in Bakuba und Bagdad starben weitere vier Zivilisten. Zwei Iraker wurden in Bakuba von der Polizei erschossen, weil sie den Befehlen der Beamten nicht Folge geleistet hatten. Die US-Armee berichtete, einer ihrer Soldaten sei am Montag bei einer Sprengstoffattacke südlich von Bagdad getötet worden.

Symbolfoto

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