Gerade einmal 11,2 % würden die SP Graz wählen, wären am Sonntag Gemeinderatswahlen. Schlimmer geht es nimmer – bei der letzten Wahl 2012 waren es noch 15,31 %. Und das war bereits ein historischer Tiefstand.
Noch schlimmer sähe es bei einer Direktwahl zum Bürgermeister aus: SP-Chefin Martina Schröck käme da nur auf 8,4 %.
Die Daten stammen aus einer von der VP-Graz in Auftrag gegeben Umfrage (ifat, 946 Befragte, was sehr genaue Rückschlüsse zulässt). Freilich muss man von Parteien in Auftrag gegebene Umfragen immer mit Vorsicht genießen. Aber: Das Ergebnis spiegelt in diesem Fall die Einschätzung einschlägiger Beobachter wider.
Die VP käme auf 34,4 % (33,74 % waren es bei der Wahl 2012). Die FP rückt auf Platz zwei – mit 17,8 % (2012: 13,75 %). Es folgen die KP mit 16,3 % (19,86 %), die Grünen mit 14,6 % (12,14 %) und eben die SP. 5,7 % entfallen auf Neos, Stronach & Co.
Bei einer Bürgermeisterdirektwahl wäre Siegfried Nagl wenig überraschend unschlagbar: 61,8 Prozent würden ihn wählen, 12,7 % FP-Chef Mario Eustacchio, 10,1 % Grünen-Chefin Lisa Rücker, 7 % KP-Chefin Elke Kahr.
Links-linke Positionen
Die SP-Graz befindet sich im freien Fall – mit Schröck ist man wieder da angelangt, wo man mit Edmund „Müllionär“ Müller aufgehört hat. Sicher, bis zur nächsten Graz-Wahl Ende 2017 ist es noch ein Weilchen. Aber ein Comeback der Genossen unter Schröck wäre, salopp formuliert, das größte Comeback seit Lazarus. Wundern darf sich die SP nicht: Schröcks links-linke Positionen sind nicht mehrheitsfähig. Und die einst stolze SP ist nicht die SP-Jugend – Schröck führt die Partei aber, als wäre sie es.
Zur FP: die 17,8 % und Platz zwei sind nicht übel – aber Eustacchios Anspruch ist ein höherer.








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