„Manchmal sitze ich da, und frage mich dann, ob ich mir das wirklich antun will“, gesteht Ländle-Triathlet Leon Pauger. Was den 27-Jährigen so ins Zweifeln bringt? Die Entscheidung, erstmals auf die Langstrecke zu gehen, im November in den USA seinen ersten Ironman zu bestreiten. Und das, obwohl ihm eine wichtige Erfahrung bislang komplett fehlt...
„Der Ironman auf Hawaii war immer schon mein Ziel – eigentlich nach Olympia“, gesteht der Bregenzer Leon Pauger. Zuletzt trat der Traum von den Spielen unter den fünf Ringen mit seinem Umstieg auf die Mitteldistanz zwar etwas in den Hintergrund, dafür steht der 27-Jährige jetzt kurz davor, in den USA seinen ersten Ironman zu bestreiten. Allerdings nicht auf Hawaii – sondern in Florida. Dafür gibt es gute Gründe.
„Der Radkurs schaut für mich ideal aus. Zudem sollte es weder zu heiß, noch zu kalt sein“, weiß Pauger über den Wettkampf, der am 7. November in der 20.000-Einwohnerstadt Panama City Beach am Golf von Mexiko steigt, bestens Bescheid. „Zudem habe ich 2022 in den USA auch meinen ersten Ironman 70.3 bestritten. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen.“ Augenzwinkernder Nachsatz: „Außerdem ist es das letzte Rennen des Jahres – ich habe danach also genug Zeit um mich zu erholen.“
Extremer Dieselmotor
Für den Wahl-Salzburger ist der Gang auf die Langdistanz ein logischer Schritt. „Ich habe das Gefühl, dass ich ein extremer Dieselmotor bin, der in jeder Disziplin eine gewisse Zeit braucht, um auf Touren zu kommen“, sagt „Paugi“. „Da ist die Langdistanz dann vielleicht besser für mich.“ Wissen tut er es aber nicht – darum erfolgt nun die Probe aufs Exempel. „Es geht ja auch darum, zu schauen, wie es mit der Ernährung während des Rennens klappt, was da ein ganz wichtiges Thema ist.“
Erster Marathon
Der Respekt vor der anstehenden Aufgabe ist jedenfalls groß. „Manchmal sitze ich da, und frage mich dann, ob ich mir das wirklich antun will“, gesteht Leon, dem vor allem eine Disziplin beschäftigt: der abschließende Marathon. „Bislang bin ich noch nie länger als 27 Kilometer am Stück gerannt. Und das war dann auch einfach so – und nicht mit 3,9 Kilometer Schwimmen und 180 Radkilometer davor“, gesteht Pauger.
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