Jahrelang hat sich der Streit zwischen Henrik Kristoffersen und dem norwegischen Skiverband zum Thema Helmsponsoren gezogen – jetzt gibt es einen Durchbruch. Das Ski-Ass jubelt – beim Verband spricht man von einer „Win-win-Situation“.
Dass alle norwegischen Ski-Stars bisher das Logo des heimischen Telekommunikationskonzerns Telenor, dem Verbandssponsor, auf ihren Helm tragen mussten, war einigen Athleten längst ein Dorn im Auge. Besonders vehement setzte sich Technik-Spezialist Kristoffersen dagegen zur Wehr.
Vor zehn Jahren reichte der Norweger deshalb sogar eine Klage ein, da ihm aufgrund der Regelung wichtige Sponsoring-Einnahmen entgehen würden. Seinen Privatsponsor Red Bull durfte er nämlich nicht am Helm tragen. Den Prozess hat das Ski-Ass 2019 schließlich verloren.
„Über zwölf Jahre dafür gekämpft“
Den Kampf hat er aber nie aufgegeben und immer wieder betont, dass andere Verbände ihren Athleten erlauben, ihre Vermarktungsrechte individuell zu gestalten. „Ich habe über zwölf Jahre dafür gekämpft und bin in meiner Meinung nie ins Wanken geraten“, betonte Kristoffersen gegenüber „Ski Racing Media“.
Jetzt darf er sich über einen Sieg freuen – denn die umstrittene Regelung ist gefallen. Eine „Win-win-Situation“, wie Norwegens Alpin-Direktor Claus Ryste betont: „Innerhalb des Teams hat jeder, unabhängig davon, ob ihn Red Bull unter Vertrag nimmt oder nicht, die Möglichkeit, seinen Helm an andere Sponsoren zu verkaufen.“
Wie „Ski Racing Media“ berichtet, haben sowohl Kristoffersen als auch Teamkollege Timon Haugan entsprechende Verträge mit Red Bull unterzeichnet. Und auch bei Slalom-Ass Atle Lie McGrath herrscht Erleichterung: „Jetzt sind wir auf dem gleichen Niveau wie alle anderen.“
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