Pflanzverbot im Bgld

Kurioser Streit um “schädliche” Christbäume

Österreich
24.12.2014 07:57
Von wegen Weihnachtsfriede: Heiß her geht es derzeit im sonst eher beschaulichen Kirchfidisch im burgenländischen Bezirk Oberwart. Hier betreibt Familie Fröhlich seit mehr als 20 Jahren eine Christbaumproduktion. Noch nie gab es Probleme. Doch nun sieht der Bürgermeister die Umwelt in Gefahr und verbietet die Aufzucht neuer Bäume.

"All unsere Bäume werden seit Jahrzehnten völlig natürlich gepflanzt. Die Bezirkshauptmannschaft hatte nie Einwände, auch mit der Gemeinde gab's bis dato keine Probleme", schildert Familie Fröhlich. Doch die Situation änderte sich schlagartig, als der Bürgermeister ein Gutachten erstellen ließ. "Darin hieß es sinngemäß, dass unsere Arbeit schädlich sei." Deshalb verbot man den Fröhlichs die neuerliche Pflanzung.

"Wir können das nicht verstehen"
"Wir sind fassungslos. Wir können das nicht verstehen. Es gibt Studien, die belegen, dass die Tannenbäume sogar sehr nützlich sind", so die Fröhlichs. Selbst Umweltminister Andrä Rupprechter habe öffentlich erklärt: "Christbäume haben einen besonderen Mehrwert für die Umwelt, indem sie zu Hackgut verarbeitet oder in Biomassekraftwerken in saubere Energie umgewandelt werden."

Der Ortschef, Norbert Sulyok, bleibt trotzdem hart: "Es geht um den Naturschutz. Wir mussten deshalb hier einschreiten."

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