Unverhoffte Premiere

Mit Bruder am Platz: „War schon immer ein Traum“

Beim staubigen Auswärtssieg in Schwarzach feierten die Gebrüder Schubert bei Salzburgligist Anif eine besondere Premiere. Währenddessen kehrte Straßwalchen an die Tabellenspitze zurück, sorgt sich aber um seinen jungen Goalie. Thalgau beendete seine Negativserie. 

Unverhofft kommt oft – oder wie im Fall der Gebrüder Schubert zum ersten Mal! Beim staubigen 3:0-Auswärtssieg gegen Schlusslicht Schwarzach musste sich Anif-Trainer Lukas Schubert in Minute 89 selbst einwechseln. Sebastian Reisinger hatte sich am Knie verletzt, eine andere Option als den Coach gab es nicht mehr. „Das war nicht geplant“, unterstrich der Ex-Profi, der damit die Schlussminuten mit seinem Bruder Matteo gemeinsam auf dem Platz verbrachte – eine besondere Premiere.

Marco Hödl schoss das zwischenzeitliche 2:0 für Anif.
Marco Hödl schoss das zwischenzeitliche 2:0 für Anif.(Bild: Andreas Tröster)

„Einmal mit meinem Bruder in einem Pflichtspiel auf dem Platz zu stehen, war schon immer ein Traum von mir“, sagte Schubert, für den es selbst der erste Saisoneinsatz in der Salzburger Liga war. „Und wahrscheinlich auch der letzte“, fügte er an. In der Tabelle liegt die Truppe um Marco Hödl, der (55.) neben Bruno Ramos Navarrete (19.) und Luca Kröll (61.) die Treffer der Flachgauer markierte, auf dem dritten Platz.

Wieder an der Tabellenspitze aber Sorge um Tormann
Sechs Punkte fehlen auf die Tabellenspitze, an der seit dem frühen Sonntagabend wieder Straßwalchen steht. Die Mannschaft von Trainer Markus Scharrer gewann mit 2:0 bei den Seekirchen Juniors. Tobias Moser (14., 95.) markierte dabei beide Tore. „Das Ergebnis täuscht aber, weil Seekirchen ebenbürtig war“, erklärte Straßwalchen-Trainer Markus Scharrer, dem zwei Sachen besonders gefielen.

Markus Scharrer und Straßwalchen stehen wieder an der Tabellenspitze.
Markus Scharrer und Straßwalchen stehen wieder an der Tabellenspitze.(Bild: Andreas Tröster)

Zum einen fiel die Festung Aug der Juniors nach mehr als einem Jahr. Zum anderen kehrte man an besagte Spitze zurück. Nur ein Ausfall in der Schlussphase schmerzte. Qunicie McIntosh Gustafsson, Sohn von Red Bull Salzburgs Legende Eddie Gustafsson, verspürte nach einem Abschlag einen Stich und musste in Minute 80 raus. Erst im Winter hatte er sich am gleichen Knie eine Meniskusverletzung zugezogen. „Es wäre bitter, wenn er jetzt wieder ausfällt“, sorgte sich Scharrer. Auch sein Pendant Patrick Schöberl musste einen Ausfall hinnehmen. Bei einer strittigen Situation im Strafraum der Gäste zog sich Julian Pagitsch einen Bänderriss zu. 

Thalgau schnaufte durch
Aufatmen konnte hingegen Thalgau. Nach vier Niederlagen in Serie gewannen die Flachgauer bei Golling mit 2:1. „Wir haben vor der Partie in der Kabine darüber geredet, dass uns in den vergangenen Wochen nur Kleinigkeiten zu Punkten gefehlt haben und es unser Sonntag sein wird“, sagte Coach Nemanja Asanovic. Dzejlan Halilovic (13.) und Fabian Wallner brachten Thalgau mit zwei Toren in Führung. Weil Goalie Maurice Kajba über sich hinauswuchs und nur beim Tor von Ranko Gigic (75.) nicht parieren konnte, fuhr die Asanovic-Truppe mit drei Punkten nach Hause. 

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