Ein 60-jähriger Spittaler musste sich Dienstag am Landesgericht Klagenfurt wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz verantworten. Er soll auf Facebook den Holocaust verleugnet haben.
Der Pensionist hatte zwischen 2016 und 2021 auf Facebook durch Postings und Verlinkungen den nationalsozialistischen Völkermord geleugnet, bzw. verharmlost. Auch Verschwörungstheorien soll er verbreitet haben. 2021 stellte er sich selbst der Polizei. Der Angeklagte lebt mittlerweile mit seiner zweiten Ehefrau auf einer Insel in Thailand. Die damaligen Taten bezeichnete er vor Gericht als Folge einer „persönlichen Krise“.
Eine klare Erklärung dafür, warum er die Postings veröffentlicht hatte, konnte er aber nicht liefern. Gerade wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Polizist in Wien hätte er es „wissen müssen“. Er zeigte sich jedoch von Beginn an geständig.
„Es hätte mir bewusst sein sollen, dass es eine Straftat war, aber das war es aus unerklärlichen Gründen nicht“
Angeklagter
„Ich war deppert“
Das Gericht verurteilte ihn zu 14 Monaten bedingter Freiheitsstrafe. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Das Urteil nahm der 60-Jährige ohne Widerspruch an. „Ich war deppert“, sagte er vor Gericht und räumte seine Schuld ein. Die betreffenden Accounts wurden bereits 2021 gelöscht.
Marie Komposch
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