„Lebenssinn. Für Ronaldo. Grün-Weiß spendet. Mach mit.“ Der Slogan hängt auch rund ums Allianz-Stadion. Die Plakataktion sorgte in Wien für Aufsehen. „Rapid will Ronaldo holen“ schlossen ganz Schlaue und fütterten im Internet die Gerüchteküche. Und die Hütteldorfer spielten mit. Eine Kolumne von „Krone“-Reporter Rainer Bortenschlager.
„Der SK Rapid kommentiert keine möglichen Transfers“, wird Sportchef Markus Katzer in einer Aussendung ernst zitiert. Weil Rapids Medien-Chef Peter Klinglmüller eingeweiht war, die wichtige Aktion erfreut unterstützte. Denn es handelt sich um einen Aufruf des „Roten Kreuz“, das um Spenden für Hilfspakete wirbt. Auch für Ronaldo, den Krankenwagen-Fahrer aus Ruanda. Ein Klick auf den QR-Code auf den Plakaten hätte rasch für Klarheit sorgen können. Aber die gewollte Verwirrung sorgte für mehr Aufmerksamkeit ...
Liste mit möglichen Schützen
Ronaldo, also Portugals Altstar, sollte Rapid heute auch nicht brauchen, um in die Conference League einzuziehen. Notfalls im Elfmeterschießen. Kurios, dass Trainer Johannes Hoff Thorup schon vorab eine Liste mit möglichen Schützen erstellte, seine Kicker im Training informierte: „Sie sollen ihren Stil finden, ein paar Wiederholungen bekommen.“
Das weckt auch positive Erinnerung. Vor einem Jahr fiel in Schottland gegen Dundee United erstmals in Rapids Europacup-Geschichte die Entscheidung vom Punkt: Alle fünf Grün-Weiße trafen souverän zum Aufstieg, mit Ercan Kara, Serge-Philippe Raux Yao und Bendeguz Bolla ist ein Trio heute dabei.

Aber dazu wird es hoffentlich nicht kommen. Rapids einzige Heimpleite gegen ein schottisches Team liegt auch schon 62 Jahre zurück.
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