Das war nichts für schwache Nerven! Im konzerninternen Halbfinale zwischen Red Bull Salzburg und Red Bull München zogen die Mozartstädter am Ende das Final-Ticket. Die Crew von Cheftrainer Alan Letang drehte dabei einen 0:2-Rückstand.
Die Freude kannte bei den Salzburger Eisbullen am Ende keine Grenzen mehr. Der ehemalige Eishockey-Serienmeister sicherte sich nach einem hitzigen Bullen-Derby gegen München das Final-Ticket des diesjährigen RB Salute in Zell am See, musste dafür aber lange hart arbeiten.
München zog davon
Denn München legte gut los, ging durch Treffer von Yasin Ehliz und Jeremy McKenna mit 2:0 in Führung und stellte die Weichen auf Sieg. Salzburg wollte sich von der „großen Schwester“ allerdings nicht vorführen lassen und erzwang im Schlussdrittel doch noch die Verlängerung.
Auf Nick Poissons Debüttor ließ Neo-Verteidiger Jayden Lee die Scheibe erneut im Netz zappeln. Der Wirbelwind stand alleinstehend vor dem Tor, zog ab und ließ München-Torhüter Matthias Niederberger aus kurzer Distanz keine Chance. Die Bayern schwächten sich in der Folge selbst, mussten eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Ex-Salzburger Lucas Thaler verkraften.
Weil es in der regulären Spielzeit keinen Sieger gab, musste die Verlängerung her. Dort entschied Michael Raffl die Partie. Der Top-Stürmer war in Unterzahl nach Murphy-Puckverlust auf und davon und schob die Scheibe eiskalt durch die Schoner von Goalie Niederberger – 3:2. „Das war definitiv ein hartes Spiel mit harten Bedingungen für beide Teams. Aber so, wie unsere Mannschaft zusammengehalten hat, das war schon speziell. Es hat sich wie ein Playoff-Spiel angefühlt. Große Anerkennung für alle Spieler, wie sie im Schlussdrittel noch einen Weg gefunden haben, das Spiel zu drehen“, sagte ein zufriedener Salzburg-Coach Alan Letang nach der Partie.
Salzburg trifft damit am Sonntag (19) im Finale auf Biel. Die Schweizer schlugen am Nachmittag Pardubice (Tch) ebenfalls mit 3:2 nach Verlängerung.
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