Die russische Kinderserie „Mascha und der Bär“ steht nun auf der Sanktionsliste der Ukraine. Das Land sieht darin eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Der Kreml sieht in dem Verbot eine „Kriegserklärung“.
Die ukrainische Regierung hat gegen die beliebte russische Zeichentrickserie Restriktionen erlassen. „Russische Propaganda hat keinen Platz auf den Bildschirmen von Kindern, weder in der Ukraine noch sonst irgendwo auf der Welt“, teilte Kulturministerin Tetjana Bereschna am Freitag mit.
Serie läuft auch im deutschen Kinder-TV
Die 2009 vom russischen Trickfilmstudio Animaccord geschaffene Serie „Mascha und der Bär“ wird in zahlreichen Ländern in aller Welt ausgestrahlt, ihr ukrainischsprachiger Youtube-Kanal hat mehr als 18 Millionen Abonnenten. Seit 2013 läuft eine synchronisierte Fassung der Serie auch im deutschen Kika. Auf Netflix wird die Zeichentrick-Reihe ebenfalls angeboten.
Ukraine: Bär ist „Symbol für Russland“
Kiew sieht in der Serie ein kulturelles Werkzeug Moskaus, um Russland ein positives Image zu verschaffen. Der Bär gilt als ein Symbol für Russland. Mit den Sanktionen werde eine rechtliche Grundlage geschaffen, „um diese Inhalte in der Ukraine zu blockieren“, erklärte Kulturministerin Bereschna.
Kreml reagierte schnell
Russland reagierte prompt auf die Sanktion: Dmitri Peskow sagte am Freitag, die Ukraine habe damit „Zeichentrickfilmen den Krieg erklärt“. Die Serie habe die ganze Welt erobert und vermittle nur „die besten menschlichen Eigenschaften“, betonte er.
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