Ausraster im WM-Finale

FIFA verhängt Mega-Sperre gegen Argentinien-Star

Fußball International
21.08.2026 16:57
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach den unschönen Szenen im WM-Finale greift die FIFA nun durch. Argentiniens Leandro Paredes wird für zehn Spiele gesperrt und muss rund 77.000 Euro Strafe zahlen. Doch auch andere Beteiligte kamen nicht ohne Folgen davon.

Die FIFA hat den Argentinier Leandro Paredes für seine Tätlichkeit nach dem verlorenen WM-Endspiel gegen Spanien (0:1) für zehn Länderspiele gesperrt. Das teilte der Fußball-Weltverband am Freitag mit. Zudem muss der Mittelfeldspieler 90.000 Dollar (77.000 Euro) Strafe zahlen. Neben Paredes wurden dessen Teamkollegen Nahuel Molina (sieben Spiele und 90.000 Dollar) und Thiago Almada (ein Spiel und 30.000 Dollar) mit Sperren und Geldstrafen belegt.

Drei Spiele für Co-Trainer
Der argentinische Co-Trainer Roberto Ayala muss drei Partien aussetzen und 30.000 Dollar zahlen. Der Spanier Gavi (ein Spiel und 30.000 Dollar) wurde ebenfalls bestraft. Der argentinische Fußball-Verband AFA fasste wegen der Verstöße bei mehreren Spielen eine zusätzliche Geldstrafe von insgesamt 321.000 Dollar (275.000 Euro) aus.

Außerdem ist bei den nächsten beiden Heimspielen Argentiniens nur jeweils die Hälfte der maximalen Zuschauer-Kapazität zugelassen. Die Vollstreckung eines Teils der Sanktion wird ausgesetzt, wobei eine Bewährungsfrist gilt. Begründet wurde die Strafe gegen den Verband mit dem Fehlverhalten des Teams, der Diskriminierung und den rassistischen Beleidigungen durch die Fans sowie der Nutzung einer Sportveranstaltung für sportfremde Kundgebungen und dem Verstoß gegen die Ordnung und Sicherheit bei Spielen.

Vorfälle im Finale und Halbfinale
Grundlage der Strafen ist ein Bericht des eingesetzten Disziplinar-und Ethikanklägers zu den Vorfällen vom 19. Juli beim WM-Finale in East Rutherford. Nach dem Schlusspfiff war es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, die vor allem von argentinischer Seite ausgegangen waren. Die Parteien haben nun zehn Tage Zeit, eine Begründung zu beantragen. Diese würde bei einem stattgegebenen Antrag auch veröffentlicht.

Körperliche Auseinandersetzung
Paredes hatte sich nach Spielende zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Er griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und drückte ihn zu Boden. Zuvor hatte er Eric Garcia geschubst. Gavi war der einzige spanische Spieler, gegen den ermittelt wurde. Argentiniens Co-Trainer Ayala war den spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo heftig angegangen, was für große Empörung gesorgt hatte. Olmo hatte die Entschuldigung Ayalas anschließend nicht angenommen.

Nach dem Sieg gegen England zeigten Argentinen-Spieler einen verbotenen Banner.
Nach dem Sieg gegen England zeigten Argentinen-Spieler einen verbotenen Banner.(Bild: AFP/THOMAS COEX)

Verbotene politische Botschaften
Bei den Ermittlungen der FIFA ging es auch um verbotene politische Botschaften bei Sportereignissen. Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 im Halbfinale gegen England ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt. Sie spielten damit auf den bewaffneten Konflikt um die Inselgruppe im Südatlantik zwischen Großbritannien und Argentinien im Jahr 1982 an.

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