Nach Todesdrama

„Errichtung von Schutzweg leider nicht möglich“

Tirol
10.08.2026 07:00

Ein gefährlicher Abschnitt im Breitenbacher Ortsteil Kleinsöll im Tiroler Bezirk Kufstein forderte kürzlich ein Todesopfer. Die „Krone“ machte schon 2019 auf die Stelle aufmerksam. Laut dem Bürgermeister hat die Gemeinde nur bedingt Möglichkeiten, um die Gefahrenstelle zu entschärfen.

In einem Fall fahrlässiger Tötung ermittelt die Polizei Kramsach nach einem tragischen Unfall, der sich vergangenen Sonntag im Ortsteil Kleinsöll in der Gemeinde Breitenbach am Inn zugetragen hat. Ein einheimischer E-Biker (82) war – wie berichtet – auf der Unterinntalstraße L 211 talwärts unterwegs, als er gegen 13 Uhr von einem abbiegenden Pkw, der von einer Türkin (48) gelenkt worden war, erfasst wurde.

Der Senior, für den leider jede Hilfe zu spät kam, verstarb direkt an der Unfallstelle.

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Da es sich um eine Landesstraße handelt, liegen etwaige weitere Maßnahmen auch in der Zuständigkeit des Landes.

Bürgermeister Josef Auer

Besorgte Anrainer meldeten sich schon 2019
Über den Abschnitt, an der der tragische Unfall passierte, hat die „Tiroler Krone“ bereits im April 2019 berichtet. Damals hatten sich einige Anrainer darüber besorgt gezeigt, dass der Bereich unter anderem mangels eines Schutzwegs besonders für die jüngeren Verkehrsteilnehmer zu gefährlich sein würde.

Nach dem tragischen Unfall stellt sich die Frage, ob seit dem damaligen „Krone“-Bericht nichts passiert ist. „Doch!“, betont Breitenbachs Bürgermeister Josef Auer im „Krone“-Telefongespräch.

140.000 Euro investiert, Möglichkeiten begrenzt
Der Ortschef verweist auf sieben Radarkästen, die im Jahr 2022 aufgestellt wurden. Und auch die Beleuchtung der Straße habe man verbessert. „Insgesamt wurden 140.000 Euro in die Hand genommen, um die Sicherheit zu erhöhen“, rechnet der Bürgermeister vor.

Als Gemeinde habe man es jedoch nur bis zu einem gewissen Grad in der Hand, den Abschnitt sicherer zu machen. „Es gab immer wieder Begehungen. Die Errichtung eines Schutzwegs, um Verkehrsteilnehmer zusätzlich zum Abbremsen zu bewegen, ist leider nicht möglich. Da es sich um eine Landesstraße handelt, liegen etwaige weitere Maßnahmen auch in der Zuständigkeit des Landes und nicht in unserem Einflussbereich.“

Abschließend bedauert der Bürgermeister, dass es sich aufgrund der baulichen Gegebenheiten leider um einen gefährlichen Abschnitt handle und man als Gemeinde nur an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer appellieren könne.

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