Für die Feuerwehren im steirischen Bezirk Liezen war der Mittwoch ein Ausnahmeeinsatztag. Bis 21.30 Uhr verzeichnete die Bereichsfeuerwehrzentrale 26 Alarmierungen. Der Schwerpunkt lag auf Waldbränden als Folge einer heftigen Unwetterfront, die am Abend über den Bezirk zog.
Die Einsatzkräfte mussten unter anderem mehrere Keller auspumpen, umgestürzte Bäume von Straßen entfernen und Murenabgänge beseitigen. Besonders gefordert war die Freiwillige Feuerwehr Gröbming-Winkl: Im Bereich Mautdörfl und entlang der Stoderstraße mussten die Florianijünger einen umgestürzten Baum beseitigen, einen überfluteten Keller auspumpen und einen über die Ufer getretenen Bach sichern. Mit 19 Einsatzkräften konnten alle Einsätze rasch abgearbeitet werden.
Waldbrände durch Blitzeinschlag
Gleichzeitig standen die Feuerwehren bei insgesamt sechs Waldbränden im Einsatz. Hinzu kamen fünf Verkehrsunfälle, bei denen teils Personen verletzt wurden. Zu den größeren Bränden zählte jener am Krahstein bei Tauplitz, wo rund 50 Quadratmeter Wald betroffen waren. Vier Feuerwehren mit etwa 60 Einsatzkräften brachten den Brand bis gegen 21 Uhr unter Kontrolle.
Am Abend mussten die Feuerwehren außerdem zu Waldbränden in Klachau, Weng, Oberreith, Krungl am Blutsteinkogel sowie zur Turnauer Alm in Treglwang ausrücken.
Innenministerium involviert
Zur Lageerkundung der Waldbrände im Gesäuse und im Paltental wurde auch die FLIR-Maschine „Libelle Klagenfurt“ des Innenministeriums eingesetzt. Für die Absicherung der Einsatzkräfte bei den Waldbränden in Tauplitz und Treglwang unterstützte zudem die Bergrettung Steiermark.
„Es war ein äußerst einsatzreicher Tag für unsere Feuerwehren. Durch das Zusammenspiel zahlreicher Wehren konnten sämtliche Einsätze rasch abgearbeitet werden“, berichtet Abschnittsbrandinspektor und Bereichsfeuerwehr-Pressesprecher Christoph Schlüßlmayr. Rund 350 Feuerwehrleute standen den gesamten Tag über im Einsatz.
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