„Muss sich was ändern“

Pensionen: Korosec offen für höheres Antrittsalter

Innenpolitik
25.07.2026 19:09
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Von krone.at

Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec (ÖVP) zeigt sich offen für eine Debatte über eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters – zumindest für jene, die später anfangen zu arbeiten. „Wenn wir immer älter werden, dann muss sich klarerweise auch etwas verändern“, sagt die Vorsitzende des Seniorenbunds in Bezug auf das gesetzliche Pensionsantrittsalter.

Das Antrittsalter dürfe jedoch nicht vom biologischen Alter abhängen, sondern von den Berufsjahren – ob das 40, 42 oder 45 Jahre sind, darüber müsse man sich einigen. Auch eine Koppelung eines solchen Pensionsantrittssystems an die Lebenserwartung kann sich die 85-jährige Politikerin vorstellen, etwa indem das Antrittsalter alle fünf Jahre oder auch alle zwei Jahre um ein, zwei Monate angehoben wird. In der ÖVP werde über diesen von ihr stammenden Vorschlag diskutiert, bestätigte sie im Gespräch mit der APA.

FPÖ: „Neue Belastungs-Fantasien“
In dieser Legislaturperiode erwartet Korosec dazu allerdings keine Beschlüsse, auch weil es nicht im Regierungsprogramm steht. Aber spätestens 2030 müsse sich die dann amtierende Regierung damit auseinandersetzen, denn der verankerte Nachhaltigkeitsmechanismus wird laut Korosec „sowieso nicht erreicht“.

In dieser Legislaturperiode dürfte es keine Beschlüsse mehr zum Antrittsalter geben.
In dieser Legislaturperiode dürfte es keine Beschlüsse mehr zum Antrittsalter geben.(Bild: APA/dpa/Oliver Berg)

NEOS fordern mehr Tempo
Scharfe Kritik erntete Korosec mit ihren Ideen von der FPÖ. Ein Anstoßen dieser Debatte sei „zutiefst verunsichernd für die arbeitende Bevölkerung“, betonte die blaue Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in einer Aussendung. „Ob man das Pensionsantrittsalter nun an das Geburtsdatum oder an die Beitragsjahre koppelt, ändert nichts an der Kernaussage: Die Menschen sollen länger arbeiten.“ Statt stetig neuer „Belastungs-Fantasien“ solle man lieber jene belohnen, die freiwillig länger arbeiten. Dem Jugendverband der NEOS geht Korosec umgekehrt nicht weit genug. Die Entscheidung dürfe nicht auf 2030 vertagt werden, so Vorsitzende Sophie Wotschke.

„Volle Abgeltung der Inflation, keine weiteren Einschnitte“
In Bezug auf künftige Pensionsanpassungen betonte Korosec, dass es 2029 wieder eine volle Inflationsabgeltung geben müsse. Die Senioren hätten in dieser Legislaturperiode mit insgesamt 10,4 Mrd. Euro „unglaublich viel“ zur Konsolidierung beigetragen, weitere Einschnitte dürfe es keine geben: „Da ist Schluss.“ Auch über die für 2028 geplante Anpassung unter der Inflationsrate – budgetiert sind Einsparungen in Höhe von 270 Mio. Euro – werde sicher noch verhandelt.

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