Dass Alphonso Davies bei der WM nicht einmal eine halbe Stunde auf dem Platz stand, haben Fans der Kanadier zum Anlass genommen, auf X und Co. gegen den Bayern-Verteidiger zu wettern ...
Von Beginn an hatten Davies Oberschenkel-Probleme geplagt, bis auf einen Kurz-Einsatz gegen Südafrika verfolgte der Kapitän die WM von der Bank aus. In den sozialen Medien muss sich der 25-Jährige nun Vorwürfe gefallen lassen, er habe sich nicht ausreichend für sein Land aufgeopfert.
„Bleib in München – ich hoffe, Deutschland nimmt Dich für die Weltmeisterschaft 2030 in die Nationalmannschaft auf“, schrieb ein Anhänger etwa. „Zehn Minuten (sic) in fünf Spielen – das ist eine unverschämte Bayern-Steuer“, meinte ein anderer.
Verletzung in CL-Hit
Dass Davies nach seinem Muskelbündelriss im Champions-League-Halbfinale gegen PSG Sportwissenschaftler Matthias Blankenburg mit ins Trainingslager der Kanadier mitnahm, um das WM-Aus abzuwenden, scheint die User dabei nicht zu interessieren.
„Wollte keine Last sein“
Durfte Davies im Sechzehntelfinale rund 20 Minuten ran, fehlte er beim 0:3 im Achtelfinale gegen Marokko wieder mit Schmerzen. „Das ist eine Verletzung, bei der man kein Risiko eingehen darf. Vor allem mit meiner Vorgeschichte mit Oberschenkelverletzungen. Ich hatte das jetzt dreimal hintereinander in den letzten drei, vier Monaten. Das ist etwas sehr Empfindliches – besonders bei meiner Spielweise, die viel auf Schnelligkeit und Laufen basiert“, erklärte der Linksverteidiger nach dem WM-Aus.
In der Pause hatte sich Davies sogar warmgelaufen, klagte dann allerdings über Schmerzen. „Ich wollte keine Last sein. Jedes Mal, wenn ich spiele, will ich mein Bestes geben und dieses Spiel mit voller Freiheit und ohne Verletzungen bestreiten. Mental war es hart für mich, das Spiel anzusehen und zu wissen, dass ich nicht bei 100 Prozent bin“, so der Pechvogel.
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