US-Beamter warnt:

Übernahme von Grönland derzeit „einzige Lösung“

Außenpolitik
05.07.2026 21:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten ist aus Sicht der USA nach Angaben eines hochrangigen Beamten aktuell die einzige Möglichkeit, um den Sicherheitsrisiken rund um die zum Königreich Dänemark gehörende Eisinsel langfristig zu begegnen.

„Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass dies der beste Weg ist, den Verteidigungsbedarf der NATO in Bezug auf Grönland zu decken“, sagte er am Sonntag zu Journalisten im Vorfeld des NATO-Gipfels.

Zugleich erklärte er, auch weitere Optionen würden geprüft. Wie diese aussehen könnten, ließ er offen. Der hochrangige Regierungsbeamte verwies darauf, dass es „rege Marineaktivitäten“ in der Region rund um Grönland gebe und US-Präsident Donald Trump eine „dauerhafte“ Lösung anstrebe. „Bisher sehen wir als einzige Lösung den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten“, so der Beamte weiter. Am kommenden Dienstag und Mittwoch findet in der Türkei ein NATO-Gipfel statt.

Nuuk, die Hauptstadt Grönlands
Nuuk, die Hauptstadt Grönlands(Bild: AFP/INA FASSBENDER)

Trumps unverhohlene Besitzansprüche schockierten NATO-Partner
Trump hatte Anfang des Jahres offen mit einer Übernahme der strategisch wichtigen Arktisinsel gedroht – und damit nicht nur den NATO-Partner Dänemark brüskiert, sondern auch Zweifel an der Geschlossenheit der größten Militärallianz der Welt und gegenseitigen Bündnistreue geweckt. Seine Begründung: Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher – und damit auch nicht die USA.

Trumps Drohungen, zur Not auch militärische Mittel anzuwenden, nahm er letztlich zwar zurück – ebenso wie die Ankündigung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder, falls diese einem Verkauf der Insel an die USA nicht zustimmen sollten. An seinen Ansprüchen auf die Insel hielt er aber fest.

Die Regierungen Dänemarks und Grönlands lehnen eine Annexion durch die USA entschieden ab. Inzwischen haben sie Gespräche mit Trumps Regierung aufgenommen, mit dem Ziel einen Kompromiss zu finden.

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