Droht mit Gewalt

Trump: Grönland holen, notfalls „auf harte Tour“

Außenpolitik
10.01.2026 12:30

Um jeden Preis will Präsident Donald Trump Grönland den USA einverleiben. Falls nötig, auch mit Militärgewalt, wie er jetzt bekräftigt hat. Seinen Gebietsanspruch rechtfertigt Trump mit einer Bedrohung durch Russland und China (siehe auch Video oben). 

Trump wurde bei einem Treffen im Weißen Haus am Freitag auf die US-Zahlungen angesprochen, die kolportiert werden, um die Bewohner der zur Dänemark gehörenden Arktisinsel von einem Anschluss zu überzeugen. Noch wolle er nicht über Geld für Grönland sprechen, erwiderte der US-Präsident. Die USA würden etwas mit Blick auf Grönland unternehmen, „ob das gefalle oder nicht“, sagte der Republikaner. 

„Sonst nehmen Russland oder China Grönland ein“
„Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben“, betonte Trump. Er würde gerne einen Deal machen, „aber wenn wir es nicht auf die leichte Tour tun, werden wir es auf die harte Tour tun“. Damit drohte er offenbar Militärgewalt an. Eine Invasion mit dem Ziel, Grönland zu annektieren, wird vom Weißen Haus weiterhin als Option betrachtet, obwohl auch Parteifreunde von Trump sich deutlich dagegen wandten. Auch wirtschaftlichen Zwang schließt der US-Präsident nicht aus.

Kurz vor der Drohung prahlte Trump noch mit seinen Friedensbemühungen:

Die USA müssten Grönland besitzen, um sie zu verteidigen, so Trump auf die Nachfrage einer Reporterin, warum die USA die Insel besitzen müssten, wenn man die dort vorhandene Militärpräsenz einfach ausweiten könnte, um der Gefahrenlage zu begegnen. Seit dem Jahr 1951 haben die Vereinigten Staaten mit der Pituffik Space Base einen Militärstützpunkt im Norden Grönlands. Trump verwies auf die große strategische Bedeutung der Arktisinsel und eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region.

Ex-General: Kein Militäreinsatz nötig
Durch die langjährige Präsenz auf dem dänischen Territorium gebe es militärisch aber „überhaupt keine Notwendigkeit, dass die USA die Oberhoheit über Grönland haben“, betonte zuletzt der ehemalige Bundesheer-General Walter Feichtinger im APA-Interview. Eine Annexion könne somit nur ein politisches Anliegen sein. Einen Krieg schließt der Geostratege aus: „Wenn die USA es darauf anlegen, werden sie Grönland nehmen“.

„Schuss in die Luft“
Feichtinger erwartet ein „heftiges Ringen, aber sicher keinen Schießkrieg“ um Grönland. Eine etwaige Eingliederung Grönlands in die USA würde demnach wenig spektakulär durch eine entsprechende diplomatische Erklärung erfolgen, eventuell flankiert durch die Entsendung von „einigen Militärs“, erläutert der Experte. „Von dänischer Seite würde es einen heftigen Protest geben und einen Schuss in die Luft.“ Dies wäre ein symbolischer Akt, damit Dänemark seine völkerrechtlichen Ansprüche auf das Territorium wahren könne.

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