03.09.2014 12:10 |

Keine echte Hilfe

Ärzte warnen vor Erste-Hilfe-Videos auf YouTube

Wer wissen möchte, wie etwas funktioniert, der schaut auf YouTube. Die Plattform hält Abertausende Anleitungen in Videoform für jedes erdenkliche Problem bereit. Wenn es um das Erlernen lebensrettender Erste-Hilfe-Maßnahmen geht, sollten sich Nutzer jedoch besser nicht an die Anleitungen des Videoportals halten, warnen jetzt Notfallmediziner des Australasian College for Emergency Medicine im australischen Melbourne.

Sie suchten laut einem Bericht des IT-Magazins "Wired" auf YouTube mit Schlagworten wie Herz-Lungen-Wiederbelebung ("Cardiopulmonary Resuscitation") oder lebensrettende Sofortmaßnahmen ("Basic Life Support") gezielt nach Erste-Hilfe-Videos und werteten diese anschließend gemäß der 2010 international herausgegeben Richtlinie für Herz-Lungen-Wiederbelebung aus. Das erschreckende Ergebnis: Von insgesamt 209 Videos entsprachen ihrer Studie nach gerade einmal 11,5 Prozent der Anleitungs-Videos der weltweit anerkannten Richtlinie.

"Obwohl gut gemachte Videos ein Bewusstsein schaffen und ein nützliches Werkzeug in der Ausbildung sein können – eine echte Schulung durch einen entsprechend qualifizierten Arzt ersetzen können sie niemals", erklärte Paul Middleton vom Australasian College for Emergency Medicine. Wer Wiederbelebungs- und lebensrettende Sofortmaßnahmen lernen wolle, komme um eine anerkannte Ausbildung nicht herum, so der Medizinier.

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