Ein Waschpark in Neunkirchen (Niederösterreich) ist in lauen Nächten ein beliebter Treffpunkt für junge Leute, die dort mit ihren Boliden laute Runden ziehen und Party machen – zum Leid der Anrainer. Beschwerden und Anzeigen zeigten bis jetzt keine Wirkung.
Seit mittlerweile fast drei Jahren klagen Anrainer der Meindl-Siedlung in Neunkirchen über massive nächtliche Lärmbelästigungen rund um den Mandl Waschpark und den angrenzenden Kautz-Park. Vor allem an Wochenenden sollen sich hier Lenker von bis zu 20 Fahrzeugen treffen. Die Folge seien aufheulende Motoren, Hupkonzerte, Fußballspiele, Geschrei und Partylärm bis in die frühen Morgenstunden.
Anrainerin: „Es war noch nie so schlimm wie jetzt“
Anrainerin Nina S. schildert die Situation als zunehmend unerträglich. Gesprächsversuche mit den Jugendlichen seien gescheitert, stattdessen ist sie beschimpft und auch bereits bedroht worden. Für sie habe die Belastung inzwischen sogar gesundheitliche Folgen. „Ich kann bereits Arztbefunde vorlegen, dass diese Lärmbelästigung meinen Mann und mich geschädigt haben“, so Nina S.
Der Lärm war noch nie so schlimm wie jetzt. Die Jugendlichen sitzen in Campingsesseln am Parkplatz, lassen Motoren aufheulen und tanzen auf dem Tisch im Park.
Nina S., Anrainerin
Waschparkbetreiber fordert Behörden auf, Problem ernst zu nehmen
Der Betreiber des Waschparks, Maximilian Mandl, betont hingegen, dass man sich strikt an alle behördlichen Auflagen halte, was auch bereits von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft kontrolliert wurde. Die Beleuchtung werde mit Ende der Öffnungszeit um 23 Uhr abgeschaltet. „Es ist bedauerlich, dass wir für unerlaubte Handlungen Dritter verantwortlich gemacht werden“, so Mandl. Besitzstörungsklagen hätten bisher keine Wirkung gezeigt. „Wir fordern die Behörden auf, dieses Problem ernst zu nehmen“, so der Betreiber. Einer Schrankenlösung stehe man grundsätzlich offen gegenüber. „Allerdings würden wir die Kosten dafür gerne von Dritten getragen sehen.“
Laut Polizei regelmäßige Kontrollen
Kontrollen durch Polizei und Schwerpunktaktionen würden laut Gemeinde regelmäßig stattfinden. „Betreffend die getunten Fahrzeuge erfolgen Kontrollen durch die Bundespolizei, da die Stadtpolizei nur bis 19 Uhr besetzt ist“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Und: „Treffen sich Jugendliche auf dem Gelände, könne dies rechtlich nur der Eigentümer unterbinden.“
Nina S. habe schon oft die Polizei um Hilfe gerufen und auch Anzeige erstattet, aber: „Das wird immer ins Lächerliche gezogen und niemand kommt, um für Ruhe zu sorgen“. Vonseiten der Bundespolizei gibt es keine Auskunft darüber, wie oft der Waschpark des Nachts kontrolliert werde.
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