Crosslauf-Meister:

„12 Grad sind schon lang keine Challenge mehr“

Sport-Mix
28.04.2026 14:09
Porträt von Sophie Hartl
Von Sophie Hartl

Ein ganzes Jahr lang, jeden Tag naturbaden – auch im Winter und bei Minusgraden! Klingt verrückt, war aber die Challenge eines 59-jährigen ehemaligen Crosslauf-Meisters, die er letztendlich auch meisterte. Aber wie lange kann Peter Wundsam es noch durchziehen?

Sei es eine Expedition auf den 7.000 Meter hohen Baruntse im östlichen Nepal, ein Anstieg auf den wesentlich anspruchsvolleren Ama Dablam (ebenfalls ein wunderschöner Klassiker im Everest-Gebiet) oder einfach „nur“ ein Eisbad in Estland – Peter Wundsam hat es gemeistert. Seine Begeisterung für sportliche Challenges begann schon früh. 

„Ich habe Anfang der 2000er Jahre angefangen, meine ersten Marathons zu laufen. Auch den Silvesterlauf habe ich gewonnen“, erklärt Wundsam. Bis zu dem Silvesterlauf in Dublin. „Der Lauf wurde wegen Glatteis kurzfristig abgesagt. Dem Veranstalter war es so peinlich, dass ich extra angereist bin, dass er mir einen Platz bei der Crosslauf-WM in Belgrad organisierte“, erzählt Wundsam und scherzt: „Ich war dann wie Hubertus von Hohenlohe, eigentlich hätte ich mich dafür niemals qualifizieren können.“

(Bild: Kronen Zeitung)

Also beschloss er, professionell zu trainieren. Schließlich bezwang der damals 44-Jährige wilde Geländestrecken mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h auf 10 Kilometer. Und holte auch den ein oder anderen österreichischen Meistertitel. „Jetzt würde ich diese Geschindigkeit nicht mal mehr über einen Kilometer halten können“, gesteht Wundsam. 

Immer kälter, immer höher
Dafür erklimmt er nach wie vor die höchsten Berge und bringt seinen Körper beim Eisbaden an die Grenzen. „Eisbaden ist gesund, das weiß man ja“, scherzt Wundsam. Da er auch schon bei -12 Grad Außentemperatur sein tägliches Bad im Naturgewässer genoss, war der Sprung in den Donaukanal vor wenigen Tagen keine wirkliche Herausforderung mehr: „Mir ist dabei schon lange nicht mehr kalt!“ Dabei hatte das Wasser gerade mal 12 Grad.

Auch zu Weihnachten darf ein erfrischendes Eisbad auf der Spitzsteinalm nicht fehlen!
Auch zu Weihnachten darf ein erfrischendes Eisbad auf der Spitzsteinalm nicht fehlen!(Bild: Peter Wundsam)

Als er vor einem Jahr zum ersten Mal im Donaukanal schwimmen war, machte er es sich zur Aufgabe, dies jeden Tag zu tun. Jetzt, da dieses Ziel erreicht ist, geht die Challenge weiter: Wie lange wird er das Naturbaden durchziehen können, ohne auch nur einen Tag auszusetzen?

Neben seinen persönlichen Challenges verbring Wundsam seine Zeit als Tourenführer beim Alpenverein und hält Lauftechnikseminare. „Erfahrung ist schließlich da, um geteilt zu werden“, erklärt er. Seinen Erfahrungsschatz will er schon bald zu einem 60. Geburtstag erweitern, denn da will er wieder etwas „Lustiges in Nepal machen“. Was genau das sein wird, verrät er allerdings noch nicht.

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