Neue Zonen festgelegt

Steiermark schafft Platz für 150 neue Windräder

Steiermark
13.04.2026 15:07

Mit der Erweiterung der Windkraftzonen in der Steiermark stellt die Landesregierung die Weichen weiter in Richtung Energiewende. Bei der Auswahl der Standorte sei man sehr behutsam vorgegangen: „Wir pflastern das Land nicht zu“.

Die Energiewende bekommt in der Steiermark starken Rückenwind: Am Montag legte die blauschwarze Landesregierung den Entwurf zum neuen Sachprogramm Windenergie vor. Weil die bisher vorgesehenen Flächen für Windräder beinahe ausgeschöpft sind, werden damit 18 neue Zonen ausgewiesen.

Teilweise sind es gänzlich neue Gebiete – wie etwa am Hahnkogel im Bezirk Leoben –, zudem werden bestehende Zonen ausgeweitet, zum Beispiel am Moschkogel in Mürzzuschlag. 

Landesrätin Simone Schmiedtbauer, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann ...
Landesrätin Simone Schmiedtbauer, Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann präsentierten den Verordnungsentwurf zum neuen Sachprogramm Wind.(Bild: Land Steiermark)

60 Windräder schon jetzt in der Pipeline
Aktuell drehen sich in der Steiermark 122 Windräder mit rund 320 Megawatt Gesamtleistung, 60 weitere sind bereits in Bau oder in Genehmigungsverfahren. Durch die nun neu ausgewiesenen Vorrang- und Eignungszonen – die bis zu einem gewissen Grad vorgewidmet sind – sollen 100 bis 150 neue Windräder dazukommen.

„Wir sind sehr behutsam mit der Auswahl der Standorte umgegangen“, sagt der für Regionalentwicklung zuständige Landesrat Stefan Hermann (FPÖ). Man habe vorab sehr viele Gespräche mit allen Beteiligten geführt.  Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) betont in Hinblick auf immer wieder auftretende Kritik: „Wir pflastern die Steiermark nicht zu.“

Wenig Fläche, große Wirkung
Mit der Novelle gebe es in der Steiermark insgesamt 9356 Hektar Windkraftzonen, das entspricht rund 0,57 Prozent der Landesfläche. Dem gegenüber sind über ein Viertel des Landes als Windkraft-Ausschlusszonen definiert, dort kommen Windräder u.a. aus ökologischen Gründen nicht infrage. 

Windräder in der Steiermark

In der Steiermark gibt es aktuell 122 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 324 Megawatt

Diese teilen sich auf folgende Bezirke auf (Stand Ende 2025): 

  • Bruck-Mürzzuschlag: 50 Windräder
  • Weiz: 29
  • Deutschlandsberg: 17
  • Murtal: 17
  • Leoben: 5
  • Hartberg-Fürstenfeld: 4

Die neuen Windrad-Standorte haben ein Potenzial von 530 bis 700 Megawatt. Im Regierungsprogramm ist bis zum Jahr 2030 ein Zielwert von 400 MW aus Windenergie vorgesehen. „Die geplanten Zonen gehen sogar über die ursprünglich im Regierungsprogramm verankerten Ziele hinaus und sind ein großer Schritt hin zu mehr Versorgungssicherheit, leistbarer Energie und regionaler Wertschöpfung“, sagt Energielandesrätin Simone Schmiedtbauer. 

Energie Steiermark begrüßt Novelle
Seitens Landesenergieversorger betont man, das neue Sachprogramm eröffne wichtige Optionen, um neue Projekte rasch umsetzen zu können: 
„In den kommenden fünf Jahren wollen wir Windräder mit einer Leistung von rund 300 Megawatt errichten und haben dafür über 550 Millionen Euro budgetiert. Derzeit laufen die Bauarbeiten für unsere großen Windparks auf der Freiländeralm und der Soboth auf Hochtouren“, so der Vorstand der Energie Steiermark, Martin Graf und Werner Ressi. 

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