Mo, 18. Februar 2019
29.06.2014 16:25

Rachemord in Graz

Details aus Kindheit des Verdächtigen bekannt

"Unsere Tochter hatte große Angst vor den keineswegs harmlosen Wutausbrüchen des Juniors", posteten Eltern im Internet, nachdem vor fünf Jahren über einen "Problem-Kindergarten" in Graz berichtet worden war. Der "Junior" war Sebastian, Sohn der Kindergartenbetreiberin - jener heute 16-Jährige, der nun in einem Krimi um Vergewaltigung und Rachemord verhaftet wurde.

Der - wie ihn Eltern auch bezeichneten - "Horrorkindergarten" hatte damals für Schlagzeilen gesorgt. Es ermittelte die Kriminalpolizei, weil sich dort Schockierendes abgespielt haben soll. Es gab Anzeigen, weil angeblich Bastelgeld verschwunden war oder jemand Telefonkabel zerschnitten hatte.

Meerschweinchen auf bestialische Weise zu Tode gequält?
Auch sollen vom Dach oder Fenster aus Steine und Schrauben auf Kinder geworfen worden sein. Und es gab sogar den Vorwurf, dass jemand mit Pfeilen auf sie geschossen hatte! Zudem fand man eines Tages im Kindergarten ein Meerschweinchen, dass jemand auf bestialische Weise zu Tode gequält hatte. Sebastian befand sich damals auf der Verdächtigen-Liste.

Seit einer Woche spielt der heute 16-jährige arbeitslose Schulabbrecher eine tragende Rolle in einem Krimi um Vergewaltigung und Rachemord während einer Drogenparty in einer Grazer Kellerwohnung. Er soll seinen gleichaltrigen Freund Marcel aus Rache für den erzwungenen Missbrauch der 14-jährigen Natascha erschossen haben (Berichte siehe Infobox).

Mordopfer stürmte im Vorjahr mit Messern bewaffnet Schule
Doch auch Marcel, ein Heimkind, hatte Ende Mai des Vorjahres für Schlagzeilen gesorgt, als er in Villach während einer Veranstaltung mit zwei Messern bewaffnet in die Musikschule stürmte und "Party, Party!" schrie.

Die von Sebastian mit seinem Opa in Ungarn verscharrte Leiche wurde übrigens noch immer nicht gefunden. Kriminalbeamte waren mit dem 86-jährigen Großvater, der seinem Enkel beim Schaufeln des Grabes geholfen hatte, dorthin gefahren. Er zeigte auf eine Stelle - doch dort war nichts.

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