Eishockey-Graz erlebt historische Stunden! Die 99ers zogen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in das Liga-Finale ein – nach einem 4:0-Seriensieg gegen Fehervar greifen die Murstädter nach dem Titel. Erstmals kann Graz den Eishockey-Thron erobern, nach 48 Jahren. Für die Akteure ist allerdings erst ein Zwischenschritt geschafft.
4:0 in der Serie im Viertelfinale gegen Villach, jetzt ein 4:0-Sweep gegen Fehervar und der Einzug ins Finale. Die Graz99ers haben, nach dem bereits errungenen österreichischen Meistertitel als beste heimische Mannschaft in der ICE-Hockey-League, am Ostersonntag wieder was zum Feiern gehabt. „Die Mannschaft ja, für mich war‘s ein ganz normaler Tag im Büro“, analysierte Headcoach Dan Lacroix trocken. „Jetzt haben wir die Chance auf die Meisterschaft, dafür haben wir gearbeitet. Aber der Job ist noch nicht erledigt.“ Für den Kanadier schön zu sehen: „Wie sich die Burschen füreinander aufopfern. Jeder kämpft für jeden. Wir hatten zuletzt auch abseits mit Dingen zu kämpfen (Anm. etwa die Verletzung von Stammgoalie Max Lagace), aber die, die einspringen, performen und geben ihr Bestes.“
Als viel mehr als nur ein „Notnagel“ zeigte sich „Ersatzgoalie“ Nico Wieser. „Ich hab gewusst, was ich zu tun habe“, sagte Wieser, „es ist ein Traum, mit Graz ins Finale einzuziehen“, so der auf Sicht als Nummer eins gesehene Goalie, der bisher wohl auch nur vom Hörensagen vom letzten Grazer Meistertitel im Eishockey im Jahr 1978 erfahren hat. Damals jubelte der ATSE Graz nach einem Triumph über Villach.
Gegen wen es im Jahr 2026 um den Titel der ICE Hockey League geht, ist noch nicht fix. Der HC Pustertal (3:1 in der Serie gegen Laibach) ist der wahrscheinliche Gegner. „Egal, gegen wen es geht, wir haben bewiesen, dass wir jeden schlagen können“, sagt 99ers-Routinier Michi Schiechl. „Wenn wir alle einigermaßen gesund bleiben, haben wir gute Chancen.“ Für Schiechl ist es trotz der noch bevorstehenden Aufgabe im Finale bereits schön anzusehen, „dass wir in Graz diese Möglichkeit haben. Ich habe mit diesem Klub ja auch schon das ein oder andere Tief durchgemacht.“
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