Ostern ist die Zeit der Eier – und heuer auch die Zeit der Ausreden. Denn da verteilt die FPÖ im Burgenländischen Landtag Ostereier. Aus polnischer Bodenhaltung. Ausgerechnet jene, die sonst „Österreich zuerst“ rufen.
Das Problem ist nicht das Ei. Das Problem ist die Doppelmoral. Denn genau das erleben wir jeden Tag. Nicht nur in der Politik – sondern auf unseren Tellern. Viele Menschen greifen im Supermarkt bewusst zu heimischen Produkten. Wir achten auf Herkunft, Qualität und Tierwohl.
Dann gehen wir ins Wirtshaus – und wissen plötzlich nichts mehr. Woher kommt das Fleisch im Schnitzel? Die Eier im Kaiserschmarrn? Das Hendl im Salat? Keine Kennzeichnung. Keine Klarheit. Keine Chance für den Gast, bewusst zu entscheiden.
Während unsere Bauern auf die Straße gehen und um ihre Existenz kämpfen, sie faire Preise und klare Regeln fordern, bleibt genau dieser Bereich ein blinder Fleck: die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Seit Jahren gefordert. Seit Jahren diskutiert. Seit Jahren nicht umgesetzt.
Wie lange eigentlich noch? Ostern steht für Neubeginn. Vielleicht wäre jetzt der Moment, den Eiertanz zu beenden und Klartext zu reden. Wer heimische Lebensmittel kauft, entscheidet sich für Qualität. Für Tierwohl. Für unsere Bauern. Und für den Wirtschaftsstandort Österreich. Diese Entscheidung darf nicht an der Supermarktkassa enden – sie muss auch im Wirtshaus möglich sein! Es braucht endlich Transparenz vom Feld bis auf den Teller. Alles andere ist – entschuldigen Sie – ein faules Ei.
Ihre Maggie Entenfellner
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