Fingerabdrücke, DNA-Abnahme, bohrende Fragen zum Aufenthaltsstatus: Nur rund zwölf Stunden, nachdem Tischtennis-Linz den ÖTTV-Pokal zum bereits 14. Mal erobert hatte, schockten Grenzbehörden drei Legionärinnen des internationalen Top-Klubs ...
Montagabend noch ausgelassener Jubel im Linzer Tischtennis-Tempel namens Sportpark Lissfeld, wo der ÖTTV-Pokal zum 14. Mal in die Höhe gestemmt wurde – und keine zwölf Stunden später an der deutsch-österreichischen Grenze bei Simbach statt Blitzlichtgewitter plötzlich Polizeikameras, verschüchterte Blicke, Fingerabdrücke, DNA-Abnahme, Fragen zum Aufenthaltsstatus: das volle Programm einer erkennungsdienstlichen Behandlung!
Mega-Schock!
Mega-Schock für drei Topspielerinnen von ASKÖ Froschberg Linz kaum zwölf Stunden nach dem vom ORF-über sechs Stunden übertragenen rot-weiß-roten Cup-Endspiel-Doppel, bei dem die Wels-Herren Stockerau 1:3 unterlagen – und zuvor das Champions-League-Team von Linz AG Froschberg das eigene Leistungszentrum (LZ) mit demselben Ergebnis entzaubert hatte.
Superstar Suthasini Sawettabutt (32) besiegte dabei im vierten, entscheidenden Spiel ihre thailändische Landsfrau Phatasaraphon „Ice“ Wonglakohn (19). Danach wurde noch gemeinsam in einem polnischen Restaurant diniert, ehe die Thailänderinnen – mit Sawettabuts Schwester Jonippa – frühmorgens den FlixBus für einen privaten München-Trip bestiegen.
Visum lag noch bei Behörde
Doch beim Grenzübergangs Simbach erlebte das Asia-Trio eine abrupte Vollbremsung: Grund: „Ice“, die im Sommer vom LZ-Team zu den Profis aufsteigen wird, hatte bei der Grenzkontrolle ihr bereits ausgestelltes Schengen-Visum nicht im – sonst unverzichtbaren – Rucksack, der als ihr Markenzeichen gilt. Schengen-Visum lag bei der Behörde in Linz! Ja, mehr noch: Das Dokument lag nicht einmal in ihrer Klub-Wohnung, die 19-Jährige hatte es sich von der Behörde noch nicht einmal abgeholt.
Linz-Klubmanager Robert Renner: „Als ich in der Früh aufs Handy schaute, hatte ich fünf Anrufe von Suthasini – so oft hat sie mich in fünf Jahren nicht angerufen!“ Nach der Prozedur mit den deutschen Grenzbeamten meldete sie sich ein weiteres Mal: „Wir wurden in einen Zug gesetzt und sind am Weg zurück nach Linz!“
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