In seiner „Stopplicht“-Kolumne schreibt „Krone“-Sportchef Peter Moizi über die irren Summen, die bei der Fußball-WM 2026 bewegt werden und die Begeisterung in Österreich ...
Ein paar Zahlen zum wohl größten Sportereignis aller Zeiten. Der Fußball-Weltverband FIFA erwartet rund um die WM Einnahmen von circa zwölf Milliarden Euro, schüttet im Gegenzug über 700 Millionen Euro alleine an Preisgeld aus. Bei der ersten Verkaufsphase trudelten über vier Millionen Ticketanfragen ein, erstmals stehen 104 Spiele auf dem Programm. Ein Sinnbild der Gigantomanie, eine Verdeutlichung des Größenwahns im Fußball. Grenzen sind kaum in Sicht.
Der Fan hat längst den Überblick verloren, die Lust allerdings nicht. Und Österreich setzt sich auf den bald abfahrenden WM-Zug voll drauf. Das Großereignis im Sommer soll für einen Aufschwung sorgen, längst laufen die Vorbereitungen auf unvergessliche Fußball-Nächte. Bis zu 6000 Besucher werden beim „Krone“-Public-Viewing-Hit Österreich gegen Argentinien in Mörbisch erwartet, unzählige Veranstalter und Wirte ziehen nach. Selbst im motorsportaffinen Spielberg wird im Juni alles dem Fußball untergeordnet. „Auch wenn um vier oder sechs Uhr Früh Anstoß ist, sperren wir bei Österreich-Spielen das Lokal auf“, erzählt Tom Zuber, „Speisen und Getränke werden unseren WM-Gegnern angepasst.“ Sollte seine Coconut-Bar zu den ungewöhnlichen Ankick-Zeiten nur spärlich besucht sein, bleibt der Wirt gelassen. Weil in diesem Fall nicht der Umsatz im Mittelpunkt steht, sondern das Erlebnis, Österreichs erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren gemeinsam mit anderen Fans zu feiern.
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