Zwei Jugendliche tot

Motocross-Tragödie: „Wir stehen alle unter Schock“

Steiermark
19.03.2026 18:30

Nach dem Motocross-Unfall im südoststeirischen Feldbach, der zwei Lehrlinge das Leben kostete, steht die Gemeinde unter Schock. Denn die beiden waren bestens in die Dorfgemeinschaft integriert und packten immer an, wenn Hilfe benötigt wurde.

Es ist ein Unglück, das kaum in Worte zu fassen ist: Am Mittwochabend kamen bei einem Motocross-Unfall in Feldbach zwei Jugendliche im Alter von 19 und 20 Jahren ums Leben. Die beiden Burschen kollidierten frontal – ein vorbeifahrender Ortsbewohner fand sie reglos auf der Petersdorfstraße vor.

„Es ist eine riesengroße Tragödie, wir stehen alle unter Schock“, ist Sonja Skalnik, Vorsteherin des Ortsteils Mühldorf, über den Tod der beiden Hobbyfischer bestürzt. „Die Jugend ist bei uns stark verbunden – jeder kennt hier jeden. Ein Kriseninterventionsteam betreut aktuell die Familien der Verunglückten.“

An der Unfallstelle wurden Kerzen aufgestellt.
An der Unfallstelle wurden Kerzen aufgestellt.(Bild: Jürgen Fuchs)

Tatsächlich wird in dem kleinen Ortsteil Zusammenhalt großgeschrieben: Die „Dorfgemeinschaft Petersdorf“ ist als Verein organisiert – die Jugendlichen, die beide eine Lehre machten, waren Mitglieder. Gemeinsam werden Brauchtümer erhalten und Kulturstätten gepflegt. „Jung und Alt hilft hier zusammen. Die beiden waren hervorragend integriert, wodurch der Verlust umso schwerer wiegt“, sagt Bürgermeister Josef Ober.

Petersdorf hat eine gut organisierte Dorfgemeinschaft. Jung und Alt hilft hier zusammen. Die beiden waren hervorragend integriert, wodurch der Verlust umso schwerer wiegt.

Josef Ober

Bürgermeister Feldbach

Keine bekannte Motocross-Strecke
Der plötzliche Tod trifft ihn auch persönlich: „Ich kenne die Familien der beiden gut. Es ist einfach extrem traurig.“ Gleichzeitig betont er: „Es gibt bei uns keine ausgewiesene Motocross-Strecke, nichts Organisiertes. Es handelt sich um einen tragischen Einzelfall.“ Die Lenker dürften im Wald nahe ihren Elternhäusern unterwegs gewesen sein.

Die Polizei untersucht indes, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Motorräder waren nicht zum Verkehr zugelassen, und die Unfallopfer trugen unzureichende Schutzausrüstung. „Die Ermittlungen laufen – es gibt jetzt Umfelderhebungen, mögliche Zeugen werden gesucht. Zudem wurden die Fahrzeuge sichergestellt“, sagt ein Sprecher der Landespolizeidirektion am Donnerstagabend auf Nachfrage.

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