Bundespräsident Alexander van der Bellen empfing Donnerstag in der Hofburg Österreichs Paralympics-Team, das in Cortina siebenmal Gold, zweimal Silber und viermal Bronze gewonnen hatte. Vom Kaunertaler Snowboarder Rene Eckhart gab es für das leicht verkühlte Staatsoberhaupt eine Flasche Zirbenschnaps aus der Heimat.
Schon bei der Verabschiedung zu den Paralympics vor vier Jahren hatte Eckhart seinem Tiroler Landsmann Alexander van der Bellen ein Geschenk mitgebracht. Damals war es ein Gals Pinienhonig von der Kaunertaler Braunelle gewesen. Dieses Mal war es eine Flasche Zirbenschnaps. Eckhart, der in Cortina im Snowboard-Cross bis ins Viertelfinale kam, lächelte: „Der Bundespräsident hat ja in seiner Anspreche erwähnt, dass er leicht verkühlt ist. Da hilft ein Stamperl Zirbenschnaps auf jeden Fall.“
Zu seiner besonderen Verbindung zu Alexander van der Bellen sagte der 38-Jährige: „Ich komme im Kaunertal aus dem Dorf Platz. Das ist nur drei Kilometer von Feichten, wo der Bundespräsident aufgewachsen ist, entfernt. Daher verstehen wir uns sehr gut.“ Als die beiden im Kaunertaler Dialekt redeten, verstand man als außenstehender Nicht-Tiroler aber nicht mehr viel.
„Ist das eigentlich schwer“
In Richtung der Medaillengewinner fragte der Bundespräsident bei seiner Ansprache: „Ist das eigentlich schwer?“ Die sehbehinderte Skifahrerin Veronika Aigner, die viermal Gold und einmal Siber um den Hals hängen hatte, antworte später „Ja, gscheit, mir tut schon der Nacken weh.“ Ihr Edelmetall wiegt in Summe 2,5 Kilogramm. Guide Nico Haberl, der mit Vronis Bruder Johannes Aigner dreimal Gold und einmal Bronze gewann, erzählte: „Ich habe die Medaillen abgewogen, eine wiegt exakt 504 Gramm.“
Ihr gemeinsames Highlight in Cortina waren neben den Erfolgen die Abende im Österreich-Haus, an denen sie gemeinsam Gitarre und Steirische Harmonika spielten: „Das war schön und lustig zugleich.“ Weiters zeigten sie auch eine lässige Tanzeinlage. Jetzt freuen sie sich aber darauf, für ein paar Tage die Füße hochzulegen.
„Osterferien werden Lernferien“
Diese Möglichkeit hat die ebenfalls sehbeeinträchtigte Skifahrerin Elina Stary, die mit Guide Stefan Winter einmal Silber und zweimal Bronze gewann nicht. Die 19-jährige Kärntnerin erzählte: „Bei mir geht es gleich mit der Matura weiter.“ Am 20. März hat sie schon eine Englisch-Prüfung. Und auch die 16-jährige Lilly Sammer, die als Guide Veronika Aigner zu drei Medaillen führte, drückt jetzt wieder die Schulbank: „Ich muss jede Menge nachholen. Die Osterferien werden Lernferien. Aber das ist für mich überhaupt kein Problem.“
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