Emotionale Goldheldin:

„Kampf nach den vier Kreuzbandrissen lohnte sich“

Ski Alpin
20.05.2026 17:12

Ski-Olympiasiegerin Ariane Rädler bekam Mittwoch in Wien in der Hofburg von Bundespräsident Alexander van der Bellen und Vizekanzler Andreas Babler das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Mit ihrer Dankesrede sorgte sie für den emotionalsten Moment des Festakts. Neben ihr wurde auch andere Wintersport-Asse geehrt.

Der Kreis schließt sich! 87 Tage nach Ende der Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 sind am Mittwoch mehrere Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner des Olympic Team Austria in der Wiener Hofburg mit Goldenen und Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfing die Athletinnen und Athleten im Maria-Theresien-Zimmer - an jenem Ort, an dem das rot-weiß-rote Olympia-Team vereidigt worden war.

Die höchste staatliche Auszeichnung der Republik Österreich ging, musikalisch begleitet von der Militärmusik Salzburg, sehr würdevoll in den Räumlichkeiten der Wiener Hofburg und in Anwesenheit von Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler über die Bühne.

Ariane Rädler mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Ariane Rädler mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.(Bild: GEPA)

Embacher musste schweren Herzens absagen
Ausgezeichnet wurden Ski-Olympiasiegerin Ariane Rädler, die das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhielt, dazu Slalom-Silbermedaillengewinner Fabio Gstrein sowie Rodlerin Lisa Schulte, die mit dem Team ebenfalls Silber gewann – beiden wurde jeweils das Silberne Ehrenzeichen verliehen. Skisprung-Olympiasieger Stephan Embacher, der ebenfalls eingeladen war, musste aufgrund eines Trainingskurses schweren Herzens absagen. Sein Goldenes Ehrenzeichen wird zu einem späteren Zeitpunkt verliehen, da Orden und Ehrenzeichen nur persönlich übergeben werden dürfen.

Nico Haberl, Ariane Rädler, Lilly Sammer, Fabio Gstrein, Stefan Winter und Lisa Schulte wurden ...
Nico Haberl, Ariane Rädler, Lilly Sammer, Fabio Gstrein, Stefan Winter und Lisa Schulte wurden Mittwoch in der Hofburg geehrt.(Bild: GEPA)

Geehrt wurden auch die Guides der erfolgreichen österreichichen Para-Ski-Alpin-Asse: Lilly Sammer und Nico Haberl erhielten das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und Stefan Winter das Silberne Ehrenzeichen.

„Das ist unbeschreiblich“
Für besonders emotionale Worte sorgte Ariane Rädler in ihrer Dankesrede: „Dieses Gefühl, ganz oben auf dem Podest zu stehen, die Hymne zu hören und zu wissen, dass sich jeder Kampf nach den vier Kreuzbandrissen gelohnt hat – das ist unbeschreiblich. Es war ein historischer Tag für mich, den ich niemals vergessen werde. Und der umso schöner war, da ich diesen Erfolg mit meiner Teamkollegin Kathi Huber teilen durfte. Ich nehme diese Auszeichnung mit großem Stolz entgegen – als Symbol für das, was man mit Leidenschaft, Willenskraft und einem großartigen Team im Rücken erreichen kann.“

Bundespräsident Alexander van der Bellen und Ehefrau Doris sowie Vizekanzler und Sportminister ...
Bundespräsident Alexander van der Bellen und Ehefrau Doris sowie Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler ehrten Nico Haberl, der von Freundin Lena, Mama Margit und Papa Franz begleitet wurde.(Bild: GEPA)

Nach Trennung haben sich neue Türen geöffnet
Nico Haberl, der als Guide Johannes Aigner bei den Paralympics zu drei Goldenen und einer Bronzemedaille führte, war mit seinen Eltern Margit und Franz sowie Freundin Lena in der Hofburg: „So eine Auszeichnung ist unglaublich besonders. Das macht mich sehr stolz. Es war eine unglaublich nette Veranstaltung.“ Nachdem sich Aigner vor kurzem von ihm getrennt hat, sagte er: „Es haben sich aber schon ein paar neue Türen geöffnet. Ich möchte noch nicht zu viel tun. Aber ich werde weiter mit dem Skifahren und dem Sport generell zu tun haben.“ Fix ist auch, dass er den Universitätslehrgang Sportjournalismus in Salzburg absolvieren wird.

Bundespräsident Alexander van der Bellen bei seiner Festrede.
Bundespräsident Alexander van der Bellen bei seiner Festrede.(Bild: GEPA)

„Österreich ist stolz auf sie“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen betonte in seiner Festrede: „Österreich hat bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen in Mailand Cortina zusammen 31 Medaillen gewonnen, auch das Abschneiden im Medaillenspiegel war beeindruckend. Österreich ist stolz auf sie, Heimat großer Töchter und Söhne. Punktgenau die Höchstleistung zu erreichen, ist ganz besonders. Medaillen sind eine höchstpersönliche Leistung, aber ohne das Team, das dahinter steht, wären diese Erfolge nicht möglich. Das gilt für Trainer:innen, Betreuer:innen genauso, wie für das private Netzwerk. Sie haben den Olymp des Leistungssports erreicht, dafür wollen wir Ihnen danken und verdoppeln in gewissem Sinne ihre Erfolge.“

Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler
Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler(Bild: GEPA)

„War beeindruckend“
Vizekanzler Andreas Babler hob die Strahlkraft des Olympic und Paralympic Team Austria hervor: „Heute ehren wir in diesem sehr feierlichen Rahmen Menschen, die Österreich auf den größten Sportbühnen der Welt erfolgreich vertreten haben. Olympische und Paralympische Spiele sind auch deshalb etwas Besonderes, weil dort Werte sichtbar werden, die weit über den Sport hinauswirken: Fairness, Respekt, Zusammenhalt, Leidenschaft und der Wille, niemals aufzugeben. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Hingabe und Begeisterung unsere Athletinnen und Athleten Österreich in Mailand Cortina vertreten haben. Damit sind sie Vorbilder für viele Menschen in unserem Land – gerade auch für junge Menschen, die sehen: Mit Einsatz, Mut und Unterstützung ist vieles möglich.“

Horst Nussbaumer, Präsident des ÖOC, war sehr stolz auf die Athletinnen und Athleten.
Horst Nussbaumer, Präsident des ÖOC, war sehr stolz auf die Athletinnen und Athleten.(Bild: GEPA)

„Besonderer Moment“
Horst Nussbaumer, Präsident des Österreichischen Olympischen Comitees (ÖOC), betonte: „Es ist ein besonderer Moment, wenn Athletinnen und Athleten wenige Monate nach Olympischen Spielen an denselben Ort zurückkehren, an dem sie vor ihrer Abreise vereidigt wurden – diesmal als Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner und Trägerinnen und Trägern eines staatlichen Ehrenzeichens. Das zeigt, welchen Stellenwert olympische Leistungen für Österreich haben“, sagte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer, der sich mit insgesamt 18 Medaillen für Österreich über die viert-erfolgreichsten Olympischen Winterspiele der Geschichte freuen durfte.

ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch hielt fest: „Diese Ehrungen stehen stellvertretend für viele Menschen im Hintergrund: Familien, Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer, Verbände, Olympiazentren und das gesamte Sportsystem. Olympische Erfolge entstehen nie allein. Genau dieses Zusammenspiel hat das Olympic Team Austria in Mailand Cortina ausgezeichnet.“

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