2027 geht‘s los

Über Bilbao nach Eferding: Neue S-Bahn auf Schiene

Oberösterreich
17.03.2026 15:18
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Zukunft der Regional-Stadtbahn nimmt sichtbar Fahrt auf: In der Bahnwerkstätte Eferding ist am Dienstag erstmals ein Tram-Train für Oberösterreich präsentiert worden. Das rund 37 Meter lange Fahrzeug soll künftig Stadt und Umland ohne Umsteigen verbinden – ein zentrales Element des Linzer Großprojekts.

Bestellt wurden vorerst 20 dieser Zweisystem-Fahrzeuge durch die landeseigene Schiene OÖ, mit Option auf bis zu 50 weitere. Produziert werden sie vom Schweizer Hersteller Stadler im spanischen Valencia. Insgesamt umfasst das internationale Beschaffungskonsortium mehr als 500 Fahrzeuge – ein Milliardenprojekt, das mehrere Verkehrsunternehmen aus Österreich und Deutschland bündelt.

Der nun vorgestellte Zug ist für den Einsatz auf der Linzer Lokalbahn (LILO) vorgesehen. Läuft die Testphase planmäßig und wird die Zulassung rechtzeitig erteilt, soll 2027 der reguläre Betrieb starten. Bis dahin wird das Fahrzeug in Oberösterreich intensiv geprüft – von Bremsversuchen über Notmanöver bis hin zu technischen Belastungstests.

Das Konzept dahinter: Ein Fahrzeug, zwei Welten. Die Tram-Trains können sowohl im Straßenbahnnetz als auch auf klassischen Bahnstrecken fahren. Möglich macht das ein Zweisystem-Antrieb – mit Stromversorgung sowohl im städtischen Bereich als auch auf ÖBB-Strecken. Für Pendler bedeutet das künftig direkte Verbindungen ohne Umsteigen zwischen Zentrum und Umland.

Auch beim Komfort will man neue Maßstäbe setzen. 94 Sitzplätze, großzügige Mehrzweckbereiche für Fahrräder und Kinderwägen, barrierefreie Einstiege sowie Klimatisierung und moderne Informationssysteme gehören zur Ausstattung. Vier Türen pro Seite sollen zudem einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen.

Mit der Präsentation beginnt nun eine entscheidende Phase: Gemeinsam mit Stern & Hafferl, den ÖBB und den Behörden wird das Fahrzeug „auf Herz und Nieren“ geprüft. Erst danach fällt die endgültige Entscheidung für den Fahrgasteinsatz.

Politisch wird das Projekt als Meilenstein verkauft. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) spricht von einem „sichtbaren Schritt in die Mobilität der Zukunft“, Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) von einem „zentralen Fortschritt“ für das Regional-Stadtbahn-Projekt. 

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