Steirische Legehennenbetriebe kommen derzeit mit der Produktion kaum nach – und das liegt nicht nur an den nahenden Osterfeiertagen.
Hochbetrieb herrscht derzeit am Hof der Familie Schlegl in Haselsdorf, südwestlich von Graz: Mehr als 14.000 gefiederte „Mitarbeiterinnen“ sorgen hier laufend für Nachschub. Nicht nur, weil Ostern naht, sondern weil den Legehennen-Bauern derzeit die Ware regelrecht aus der Hand gerissen wird.
Einerseits wirkt die Vogelgrippe noch nach. In vielen Nachbarländern wie Deutschland oder Polen gab es dadurch massive Ausfälle in Großbetrieben. „Es gibt einfach am ganzen EU-Markt weniger Eier“, sagt Jungbauer Hans-Peter Schlegl, seines Zeichens auch Obmann der steirischen Geflügelwirtschaft. Österreich und die Steiermark seien dabei „mit einem blauen Auge“ davongekommen. Aber auch hierzulande gilt aufgrund des Geflügelpest-Risikos noch Stallpflicht für Hühner, das wird auch zumindest bis Ostern – und solange viele Zugvögel unterwegs sind – noch so bleiben.
Eier liegen bei Konsumenten voll im Trend
Der Verknappung des Angebots steht eine stetig steigende Nachfrage gegenüber: Laut AMA-Konsumanalysen wurden in Österreich 2024 so viele Eier wie nie zuvor gekauft, im Vorjahr ist der Konsum noch einmal um rund zwei Prozent gestiegen.
Zeitweise, speziell zu Beginn des Jahres, führte das sogar zu leeren Eier-Regalen in Supermärkten. Von einem Engpass sei derzeit aber keine Rede, sagt Schlegl. In Hinblick auf Ostern betont der Landwirt: „Frischeier wird es sicher genug geben. Bei den bunten Ostereiern würde ich empfehlen, vielleicht schon einige Tage oder eine Woche vorher einzukaufen.“
Für die steirischen Legehennenhalter bedeutet das G’riss um die Eier jedenfalls einen erfreulichen Aufschwung: „Die Stimmung bei den Betrieben ist derzeit sehr gut und einige erweitern gerade ihre Ställe oder steigen neu in die Produktion ein“, so Schlegl. Vor allem bei Freilandeiern sei das Potenzial groß.
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