„Krone“-Kommentar

Kiew gegen Budapest

Kolumnen
10.03.2026 11:00

Wie hieß es beim seligen Helmut Qualtinger: „Simmering gegen Kapfenberg, das ist Brutalität!“ Umgelegt auf die aktuelle Politik in unserem nachbarlichen Umfeld, müsste man sagen: Kiew gegen Budapest, das ist Brutalität! Da blockiert Ungarns Regierungschef Viktor Orbán die EU-Hilfszahlungen an die Ukraine und deren Staatspräsident Wolodimir Selenskyj droht, ihm ukrainische Soldaten auf den Hals zu hetzen.

EINERSEITS sind die Motive der beiden Streithähne auf den ersten Blick völlig klar: Orbán muss sich im April der drohenden Abwahl stellen. Und Selenskyj steht punkto Staatsfinanzen und Finanzierung des Krieges das Wasser bis zum Hals.

ANDERERSEITS ist das Problem vielschichtiger: Ungarn bezieht bekanntlich nach wie vor Gas aus Russland, die Ukraine hat offensichtlich Freude mit der Zerstörung der dazu dienlichen Druschba-Pipeline. Schuld seien die Russen, heißt es aus Kiew. Wobei es sich wohl ähnlich verhalten dürfte wie bei der von ukrainischen Saboteuren gesprengten Ostsee-Pipeline. Und wenn Orbán nun einen nahezu 100-Millionen-Geldtransport von Österreich in die Ukraine beschlagnahmen ließ, will er damit wohl auf die dunklen Geldflüsse im Umfeld des kriegführenden Landes verweisen.

Selenskyjs Drohung, Orbán ins Visier zu nehmen, ist jedenfalls mehr als ein diplomatischer Affront. Dabei stellt sich nämlich auch die Frage, wie wäre das denn mit der EU-Beistandspflicht, würde eine fremde Militärmacht das EU-Mitgliedsland Ungarn wirklich angreifen?

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