Daniel Tschofenig und Jan Hörl haben den Super-Team-Bewerb zum Abschluss des Skisprung-Weltcups in Lahti überlegen gewonnen. Die ÖSV-Adler holten sich am Sonntag auch dank eines überragenden Tschofenig, tags zuvor Einzelsieger, den zweiten Erfolg im zweiten Duo-Springen der Saison. Slowenien lag auf Platz zwei bereits 21,8 Punkte zurück, Gastgeber Finnland (-53,3) belegte überraschend den dritten Rang und bejubelte erstmals seit zwölf Jahren einen Weltcup-Podestplatz.
Der blendend aufgelegte Tschofenig, der nach seinem zweiten Platz am Freitag tags darauf seinen dritten Saisonsieg nachgelegt hatte, überzeugte in den drei Durchgängen mit Weiten von 129, 128,5 und 126,5 Metern. Hörl, Sechster am Samstag, steigerte sich von Sprung zu Sprung und landete bei 120, 126,5 und 129 m. Das finnische Duo Antti Aalto und Niko Kytosaho überflügelte im Finale noch Deutschland (4.), die Schweiz (5.) und Norwegen (6.).
Japan disqualifiziert
Mitfavorit Japan hingegen wurde nach dem ersten Sprung in Führung liegend disqualifiziert, weil die Skilänge von Ren Nikaido um einen Zentimeter zu lang war. Der Vortagesdritte Ryoyu Kobayashi durfte keinen Sprung zeigen, weil Nikaido bei der Kontrolle zu wenig Gewicht auf die Waage brachte. Auch Kasachstan wurde wegen zu großer Skisprungschuhe aus der Wertung genommen.
Vor zwei Monaten hatte in Zakopane mit den Super-Team-Olympiasiegern Hörl und Stephan Embacher ebenfalls ein rot-weiß-rotes Duo triumphiert. Zudem setzten die ÖSV-Adler ihre makellose Podestserie auch im neunten Super-Team-Bewerb seit der Einführung in der Saison 2022/23 fort. Im Skisprung-Weltcup stehen am kommenden Wochenende noch zwei Großschanzen-Bewerbe am Holmenkollen in Oslo auf dem Programm, ehe der Olympia-Winter mit Skifliegen in Vikersund und Planica abgeschlossen wird.
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