GP von Australien

Doppelsieg für Mercedes, Aufholjagd von Verstappen

Formel 1
08.03.2026 06:27
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mercedes hat zum Auftakt der neuen Regelära in der Formel 1 einen souveränen Doppelsieg eingefahren. WM-Favorit George Russell setzte sich am Sonntag im Grand Prix von Australien in Melbourne vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli durch. Zweite Kraft waren die Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf den Plätzen drei und vier. Weltmeister Lando Norris wurde im McLaren Fünfter, Red-Bull-Star Max Verstappen fuhr von Startplatz 20 auf sechs nach vorne.

Eine riesige Enttäuschung erlebte Oscar Piastri. Der Lokalmatador verlor bereits auf dem Weg zur Startaufstellung die Kontrolle über seinen McLaren und krachte wie am Vortag im Qualifying Verstappen in die Streckenbegrenzung. An einen Rennstart war nicht zu denken, die mehr als 100.000 Fans an der Strecke mussten ohne ihren Liebling auskommen. „In dem Moment, als ich gecrasht bin, hatte ich mehr Leistung, als ich erwartet hatte“, erklärte der WM-Dritte des Vorjahres. „Das ist natürlich eine Enttäuschung, es schmerzt sehr.“

Hier das Ergebnis im Detail:

Blitzstart und fragwürdige Strategie bei Ferrari
Ferrari zeigte den erwarteten Blitzstart. Leclerc übernahm von Startplatz vier aus die Führung, lieferte sich danach über einige Runden ein Duell mit Pole-Position-Mann Russell. Beide Piloten setzten die zusätzliche Elektroleistung durch die neuen Antriebsstränge offensichtlich an unterschiedlichen Streckenabschnitten ein, das hatte zahlreiche Führungswechsel zur Folge. Auch Hamilton griff kurz in den Kampf ein.

Der endete, als der Red Bull von Isack Hadjar in dessen erstem Rennen als Verstappen-Teamkollege in der elften Runde den Geist aufgab. Russell und Antonelli nutzten das folgende Virtual Safety Car zum Reifenwechsel, Ferrari ließ überraschend beide Piloten auf der Strecke. „Wenigstens einer von uns hätte reinkommen sollen“, kritisierte Hamilton am Funk. 

Der Rekordweltmeister sollte Recht behalten: Die Siegchance war dahin, weil Ferrari die Stopps Mitte des Rennens nachholen musste, als die beiden Mercedes mit frischen Reifen schon wieder herangefahren waren. Ein weiteres virtuelles Safety Car nach Out von Valtteri Bottas war nicht nutzbar, weil dieser seinen defekten Cadillac neben der Boxeneinfahrt abstellen musste. 

Zwei Topteams in eigener Liga
Leclerc stoppte zuerst, damit lag auch Hamilton kurz in Führung. In der zweiten Rennhälfte kontrollierte Mercedes das Tempo. Russell und Antonelli waren konstant rund sechs Sekunden voneinander entfernt, im Ziel waren es knapp drei. „Ich liebe dieses Auto, ich liebe diesen Motor“, jubelte der Engländer Russell nach dem sechsten GP-Sieg seiner Karriere am Funk. Leclerc und knapp dahinter Hamilton fuhren im Finish ähnliche Rundenzeiten wie Mercedes, die Konkurrenz lag aber bereits deutlich hinter den beiden Topteams. Norris kam mit 51 Sekunden Rückstand ins Ziel, Verstappen mit 54. Alle anderen Fahrer wurden überrundet.

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