Ein 300 Meter langer Fußweg bei Innsbruck-Mitte hätte im vergangenen Herbst zu einem gemischten Geh- und Radweg ertüchtigt werden sollen. Passiert ist seither aber nichts! Auf die Frage nach dem Warum gibt’s keine konkrete Antwort aus dem Rathaus.
„,Gehsteig ins Nichts‘ – was es damit auf sich hat“, titelte die „Tiroler Krone“ im Oktober des Vorjahres. Gemeint war damit ein 300 Meter langer Fußweg beim Kreisverkehr Innsbruck-Mitte entlang der L32 in Richtung Aldrans, der ganz plötzlich aufhört. „Wozu soll der denn bitte gut sein?“, fragten sich damals mehrere Leser. Wie berichtet, handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol.
Geplant ist am Ende ein gemischter Geh- und Radweg, der bis zum Schloss Ambras führen soll. Seitens der Stadt werden 260.000 Euro investiert. Dies entspricht einem Anteil von 25 Prozent an den Gesamterrichtungskosten.
Die Arbeiten im Bereich Kreisverkehr Mitte wurden planmäßig im Oktober 2025 abgeschlossen.
Eine Sprecherin aus dem Innsbrucker Rathaus
„Abschnitt gesperrt, weil Durchgängigkeit fehlt“
„Noch in diesem Herbst wird der bestehende Fußweg im Bereich des Kreisverkehrs zu einem gemischten Geh- und Radweg ertüchtigt und an den Bestand angebunden. Diese geplanten Arbeiten werden voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen“, hieß es im vergangenen Oktober auf Nachfrage. Passiert ist beim „Gehsteig ins Nichts“ seither jedoch – nichts!
Die einzige Änderung beim jüngsten Lokalaugenschein: Ein Absperrgitter wurde bei dem Weg aufgestellt. Die „Krone“ wollte wissen, ob es bei dem Projekt Verzögerungen gab und, falls ja, weswegen. Auf diese konkrete Frage gibt die Stadt jedoch keinerlei Antwort. „Die Arbeiten im Bereich Kreisverkehr Mitte wurden planmäßig im Oktober 2025 abgeschlossen“, heißt es jetzt plötzlich.
Projekt soll im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein
Und weiter: „Bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes (Anbindung Schloss Ambras) bleibt dieser Abschnitt gesperrt, da die Durchgängigkeit nicht gegeben ist. Der Baubeginn bis Schloss Ambras ist im Sommer 2026 vorgesehen.“ Abschließend wird betont, dass „der Gesamtabschnitt nach der Fertigstellung voraussichtlich im Frühjahr 2027 freigegeben wird“.
Viele Leser fragen sich nach wie vor, ob der „Gehsteig ins Nichts“ tatsächlich eines Tages zum Geh- und Radweg wird oder ob es sich nicht doch um eine Fehlplanung handelt. Grund dafür ist eine massive Stützwand, die 200 Meter nach dem Weg folgt. Die „Krone“ wird das Projekt weiterhin beobachten.
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