Sepp Schopf, der Entdecker und langjährige Trainer von Lukas Weißhaidinger, ist am Mittwoch im Alter von 72 Jahren überraschend verstorben. Mit Sepp ist ein sehr, sehr guter Freund von uns gegangen. Wir haben unzählige Stunden gemeinsam verbracht. Ruhe in Frieden, lieber Sepp!
Sein Enthusiasmus, seine unbändige Freude an der Leichtathletik, sein immenses Trainings-Wissen und seine immer positive Ausstrahlung waren schon sprichwörtlich. Das erste Mal habe ich Sepp Schopf bei der U18-WM in Brixen 2009 länger gesprochen – und war von ihm vom ersten Moment an begeistert. Auch nachdem Lukas Weißhaidinger dort im Diskuswurf abgeschlagen auf dem 17. Platz gelandet war, konnte er Luki unglaublich fürs Kugelstoßen motivieren, wo dieser dann Vierter wurde. Das habe ich immer in bester Erinnerung behalten. Sepp Schopf und ich wurden beste Freunde.
Ein väterlicher Freund
Sepp, ein so herzensguter und stets bescheidener Mensch, war ein Motivator und Trainer ohnegleichen. Er führte Lukas Weißhaidinger zu unzähligen Rekorden im Nachwuchsbereich im Kugelstoßen, Diskuswurf und Hammerwurf, zu zwei EYOF-Goldmedaillen 2009 (Diskus- und Hammerwurf) sowie zum Diskus-Gold bei der Junioren-EM in Tallinn 2011. Für Luki war Sepp wie ein väterlicher Freund.
Als Trainer ein Tüftler
Als Trainer war er ein Tüftler, hielt Kontakt zu den deutschen Top-Trainern, wollte sich ständig weiterbilden. Was ihm auch gelang. Er führte Lukas immer näher an die Weltspitze heran. Als Gregor Högler schließlich im Herbst 2015 die Hauptbetreuung übernahm, ließ Sepp Schopf seinen Musterschüler gleich weiterziehen, weil er fühlte, dass Gregor ihn noch weiter an die Spitze bringen könnte. Aber Sepp unterstützte die beiden weiterhin bestmöglich, half Luki auch beim Heimtraining in Taufkirchen. So erlebte er mit Stolz den weiteren Aufstieg seines Musterschülers – bis hin zu den Bronze-Medaillen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften.
„Danke für alles!“
„Wir werden Sepp Schopf immer ein ehrendes Andenken bewahren und drücken an dieser Stelle unser Mitgefühl gegenüber seiner Familie und den Hinterbliebenen aus. Danke Sepp für alles, was du für die Leichtathletik gemacht hast. Wir werden dich nie vergessen“, sagt ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis, stellvertretend für die gesamte heimische Leichtathletik.
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