Der Kreml hat vor der Entsendung britischer Streitkräfte in die Ukraine gewarnt. Dies würde „den Konflikt verlängern und das Risiko einer groß angelegten militärischen Konfrontation unter Beteiligung vieler weiterer Staaten erhöhen“, sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag.
Russland würde jegliche ausländische Truppen in der Ukraine als legitime Ziele ansehen. „Entgegen Healeys irriger Annahme wird die Entsendung britischer Truppen nicht das Ende des Krieges bedeuten“, sagte Sacharowa. Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte zuvor in einem Beitrag für eine Zeitung geschrieben, dass er der Minister sein wolle, der Truppen in die Ukraine entsende. Das würde nämlich bedeuten, „dass dieser Krieg endlich vorbei ist“.
Großbritannien und auch die französische Regierung haben sich bereit erklärt, nach einem Waffenstillstand Truppen in die Ukraine zu schicken. Die diplomatischen Bemühungen um eine Friedenslösung stecken allerdings fest. Ukrainische und US-Unterhändler haben sich am Donnerstag in Genf zu Beratungen getroffen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat erneut verschärfte Sanktionen gegen Russland und mehr militärische Unterstützung gefordert: „Während die ganze Welt von Moskau ein Ende dieses sinnlosen Krieges fordert, setzt Putin auf mehr Terror, Angriffe und Aggression.“
Gebietsanspruch ist zentraler Streitpunkt
Hauptstreitpunkt bleibt der Gebietsanspruch: Die russische Führung verlangt von der ukrainischen, die verbleibenden 20 Prozent der Industrieregion Donezk abzutreten, die bisher nicht unter russischer Kontrolle stehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Trump verständigten sich am Mittwoch in einem Telefonat darauf, dass die nächste Runde der trilateralen Gespräche mit Russland im März in einem Gipfeltreffen der Staatschefs münden soll. „Dies ist der einzige Weg, alle komplexen und sensiblen Probleme zu lösen und den Krieg endlich zu beenden“, sagte Selenskyj.
Dies ist der einzige Weg, alle komplexen und sensiblen Probleme zu lösen und den Krieg endlich zu beenden.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, über ein Treffen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin
Moskau sprach unterdessen darüber, dass dieser durch das Einmischen ausländischer Streitkräfte länger dauern würde. Die Ukraine wolle mithilfe aus Paris oder London in den Besitz einer Atomwaffe oder einer sogenannten schmutzigen Bombe gelangen, teilte der russische Auslandsgeheimdienst SWR kürzlich mit. Die beiden Regierungen würden glauben, dass sich die Ukraine auf diese Weise günstigere Bedingungen sichern könne. Beweise für diese Behauptung wurden nicht vorgelegt. „Die Russische Föderation greift häufig auf Desinformation zurück, um ein Klima des Misstrauens gegenüber den Maßnahmen Frankreichs und seiner Partner zur Unterstützung der Ukraine zu schaffen. Dieser jüngste Versuch ist ein perfektes Beispiel dafür“, kommentierte eine Sprecherin des französischen Verteidigungsministeriums.
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