Erfolg in der Abfahrt

Nur Suter schneller! Ortlieb in Soldeu am Stockerl

Ski Alpin
27.02.2026 11:09
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nina Ortlieb ist in der Abfahrt der Damen in Soldeu bärenstark aufs Podium gerast. Die Vorarlbergerin musste sich am Freitag lediglich der Schweizerin Corinne Suter geschlagen geben, komplettiert wurde das Podium von der Italienerin Sofia Goggia.

Nina Ortlieb hat am Freitag in Soldeu (Andorra) ihren ersten Abfahrtssieg im alpinen Ski-Weltcup knapp verpasst. Die Vorarlbergerin musste sich im ersten Rennen nach den Olympischen Spielen in Italien um nur elf Hundertstel der Schweizerin Corinne Suter geschlagen geben. Während die Peking-Olympiasiegerin ihren sechsten Weltcupsieg feierte, meldete sich Ortlieb nach zwei Ausfällen in Cortina mit einem Podestplatz zurück. Dritte wurde die Italienerin Sofia Goggia (+0,24 Sek.).

Das Ergebnis:

Für Ortlieb war es das erste Abfahrtspodium seit Dezember 2022 sowie ihrem Comeback nach einem Unterschenkelbruch im Jänner 2025. „Das Podium ist eine extreme Bestätigung für mich, dass sich dieser Weg gelohnt hat. Das ist eine Erleichterung und spricht dafür, dass ich Geduld bewiesen habe und mich das ganze Umfeld unterstützt hat“, sagte die 29-Jährige zufrieden. Tags zuvor hatte die Abfahrts-Vizeweltmeisterin von 2023 mit einer überlegenen Trainingsbestzeit aufgezeigt. Vor dem Rennen sei sie deshalb „schon extrem nervös“ gewesen, betonte Ortlieb, die schlussendlich erleichtert über eine „Topleistung“ war.

Nina Ortlieb
Nina Ortlieb(Bild: GEPA)

Ihren dritten Weltcupsieg nach zwei Super-G-Erfolgen vergab sie im oberen Streckenabschnitt. „Der Start ist leider eine Schwachstelle von mir, da habe ich schon 18 Hundertstel gehabt. Da braucht man nicht mehr lange rechnen. Der Sieg wäre auch möglich gewesen“, analysierte Ortlieb, die Mitte Jänner in Tarvisio schon auf den vierten Platz gefahren war. Olympia sei hingegen eine schwierige Woche für sie gewesen. „Dass ich das innerhalb einer Woche in die andere Richtung ummünzen habe können, freut mich besonders.“ Von Teamkollegin Cornelia Hütter erhielt sie ein Sonderlob: „Sie heißt nicht umsonst Ninja. Das passt zu ihr.“

Hütter auf Platz sechs
Die Steirerin, die zuletzt erkrankt das Bett gehütet hatte, belegte nach einem kleinen Patzer im Finish den sechsten Platz (+0,62) eine Hundertstel hinter US-Olympiasiegerin Breezy Johnson. „Teilweise bin ich richtig gut gefahren. Im letzten Stück haben meine Oberschenkel nicht mehr mitgemacht“, erzählte die Super-G-Bronzemedaillengewinnerin. Mirjam Puchner fuhr nach einem heftigen Sturz im Super-G-Training am vergangenen Sonntag auf den 13. Rang (+1,53). Direkt dahinter kam Teamkombi-Olympiasiegerin Ariane Rädler (+1,67) bei Sonnenschein, frühlingshaften Temperaturen und einer perfekt präparierten Piste etwas ratlos ins Ziel. „Ich bin schon ein bissl enttäuscht, weil ich mehr wollte“, sagte die Vorarlbergerin.

Cornelia Hütter
Cornelia Hütter(Bild: GEPA)

Der Kampf um die Abfahrtskugel spitzt sich bei noch drei zu fahrenden Rennen nach dem verletzungsbedingten Saisonende von Lindsey Vonn zu. In Führung liegt weiter die US-Amerikanerin mit 400 Punkten auf dem Konto, dahinter folgt die Deutsche Emma Aicher (306), die in Soldeu Vierte wurde. Chancen dürfen sich auch noch Kira Weidle-Winkelmann (256), Goggia (240), Laura Pirovano (236), Johnson (223), Hütter (219) und Ortlieb (212) ausrechnen.

Suter meldete sich nach Verletzung zurück
Suter stieg hingegen erst im Jänner in die Olympia-Saison ein, weil die 31-Jährige Anfang Dezember im Training einen Muskelfaserriss im linken Unterschenkel, eine Prellung des linken Kniegelenks und eine Fraktur im rechten Rückfußbereich erlitten hatte. „Ich habe in der Abfahrt einige Zeit gebraucht, um wieder das volle Vertrauen zu finden. Es war heute ein sehr großer Schritt“, sagte die Abfahrts-Weltmeisterin von 2021, die zuletzt im Dezember 2022 ein Weltcuprennen gewonnen hatte.

Nina Ortlieb, Corinne Suter und Sofia Goggia (v.l.n.r.)
Nina Ortlieb, Corinne Suter und Sofia Goggia (v.l.n.r.)(Bild: GEPA)

Beim Speed-Triple in Andorra, wo der abgesagte Super-G in Altenmarkt-Zauchensee nachgeholt wird, stehen am Samstag und Sonntag (jeweils 10.15 Uhr) noch zwei Super-G auf dem Programm. In diesen wird auch Riesentorlauf-Spezialistin Julia Scheib an den Start gehen, weil es in ihrer Paradedisziplin erst wieder am 14. März um Weltcup-Punkte geht. In der kommenden Woche folgen zwei Abfahrten und ein Super-G in Val di Fassa, das Abfahrts-Saisonfinale findet am 21. März in Lillehammer statt.

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