Norweger unter Druck

Treffen mit Epstein: Davos-Chef Brede tritt zurück

Wirtschaft
26.02.2026 13:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Børge Brende, hat am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben – wenige Tage nach einer Untersuchung zu seinen Kontakten mit dem verurteilten US-Millionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die Untersuchung ergab zwar keine neuen Vorwürfe, doch Brende begründete seinen Schritt damit, dass das Forum ohne Ablenkungen weiterarbeiten müsse.

Einem Bericht des US-Justizministeriums zufolge hatte Brende drei Geschäftsessen mit Epstein sowie E-Mail- und SMS-Kontakt. Laut der Untersuchung seien diese Kontakte „nichts über das bereits Bekannte hinaus“ gewesen.

Epstein war erstmals 2008 wegen Zwangsprostitution verurteilt worden und erhielt eine 18-monatige Haftstrafe, von der er 13 Monate absaß. 2019 wurde er erneut verhaftet und kurz darauf tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden.

Suche nach Nachfolger schon eingeleitet
Als Interimspräsident wurde Alois Zwinggi, derzeit Managing Director des WEF, ernannt. Die Co-Vorsitzenden des Stiftungsrats, André Hoffmann (Roche) und Larry Fink (Blackrock), bedankten sich bei Brende für seine Führung während einer wichtigen Reformphase und das erfolgreiche Jahrestreffen in Davos. Der Stiftungsrat hat die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger eingeleitet.

Brende stammt aus Norwegen, war lange Abgeordneter der konservativen Partei sowie Umwelt-, Handels- und Außenminister seines Landes. Seit 2017 leitete er das WEF, das jedes Jahr im Jänner das internationale Treffen in Davos veranstaltet – ein Treffpunkt der globalen Wirtschaftselite.

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