Nachfolger steht fest

Trump feuert umstrittene Heimatschutz-Ministerin

Außenpolitik
05.03.2026 20:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Lage im Nahen Osten hält US-Präsident Donald Trump nicht davon ab, in seiner Regierung aufzuräumen. Die umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem muss gehen. Der Präsident hat auch schon angekündigt, wer ihr Nachfolger sein wird.

Noem war nach der Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundeseinsatzkräfte (ICE) in Minneapolis unter Druck geraten. Jetzt hat Trump die Ministerin für Heimatschutz entlassen. Noem ist die erste Ministerin aus der aktuellen US-Regierung, die ihren Hut nehmen muss.

Mit Wirkung Ende März solle dann der republikanische Senator des Bundesstaates Oklahoma, Markwayne Mullin, das für Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden zuständige Amt übernehmen und das Ressort führen, teilte Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social mit.

Die bisherige Heimatschutzministerin Kristi Noem soll von Markwayne Mullin abgelöst werden.
Die bisherige Heimatschutzministerin Kristi Noem soll von Markwayne Mullin abgelöst werden.(Bild: AFP/MANDEL NGAN, DREW ANGERER)

Sie wird Sondergesandte
Noem soll nun den Posten der Sondergesandten für den „Schild Amerikas“, einer neuen Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre, übernehmen. Trump dankte Noem für ihren Einsatz. Mit westlicher Hemisphäre ist zumeist der Doppelkontinent Amerika gemeint.

Ursprünglich Trumps Wunschkandidatin
Die 54-Jährige galt bisher als das Gesicht der von Trump angeordneten Massenabschiebungen von Migranten. Sie war ursprünglich Trumps Wunschkandidatin für den Posten und zuvor Gouverneurin von South Dakota. Sie hatte sich vor allem als überzeugte Unterstützerin des Republikaners einen Namen gemacht. Negative Schlagzeilen bescherte ihr, dass sie ihre junge Hündin erschossen hatte.

Kam in Bedrängnis
Bei einer Senatsanhörung war die 54-Jährige zuletzt ins Kreuzverhör zu Todesfällen bei Einsätzen der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden gegen Migranten und zu den Taktiken ihres Ministeriums genommen worden. Die teils rabiaten Einsätze hatten zu landesweiten Protesten geführt. Kritiker werfen der Regierung unter Noem vor, dabei Bürgerrechte zu verletzen. Noch Ende Jänner hatte sich Trump demonstrativ dazu hinter Noem gestellt. 

Zum Verhängnis wurde Noem aber vor allem auch eine millionenschwere Werbekampagne zur Abschreckung illegaler Migration. Ein republikanischer Senator merkte an, die Kampagne wäre eher zur Selbstvermarktung als zur effektiven Durchsetzung genutzt worden. Noem behauptete daraufhin, das Budget dafür sei von Trump abgesegnet worden. Trump selbst sagte im Anschluss, er habe nicht zugestimmt.

„Mullin wird spektakulären Heimatschutzminister abgeben“
Mullin werde „einen spektakulären Heimatschutzminister abgeben“, schrieb Trump weiter. Der 48-Jährige sei der einzige Senator indigener Herkunft und damit „ein hervorragender Fürsprecher für unsere großartigen Stammesgemeinschaften“, so der US-Präsident. Er solle sich für die Sicherheit an den Grenzen einsetzen und gegen die Kriminalität durch Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung vorgehen. Trump zufolge war Mullin zehn Jahre lang Mitglied des US-Repräsentantenhauses und drei Jahre lang Senator.

Mullin ist ein früherer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (Vollkontakt-Kampfsportart) und gehört Trumps MAGA-Bewegung an (Make America Great Again/Macht Amerika wieder großartig).

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