Konträre Angaben

Auto zu lang geputzt? Tankstelle stornierte Strafe

Gericht
05.03.2026 19:10

Nach dem „Krone“-Bericht über eine 360-Euro-Strafe wehrt sich der Klagsdroher gegen die Vorwürfe. Weitere Schritte gegen den Abgemahnten wird er aber „aus Kulanz“ nicht setzen.

Der Sohn des Rechtsanwalts Nikolaus Rast pflegte sein erstes eigenes Auto an einer Tankstelle in der Heiligenstädter Straße. Weil er dafür zehn Minuten länger gebraucht habe als die dafür maximal vorgegebene Dauer von 15 Minuten, flatterte eine Vertragsstrafe in Höhe von 180 Euro ins Haus, die nach einem E-Mail-Verkehr mit Rast plötzlich auf 360 Euro erhöht wurde – die „Krone“ berichtete.

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Unsere Aufgabe besteht darin, Fahrzeuge festzustellen, die ohne Inanspruchnahme einer Dienstleistung das Areal blockieren.

Vertreter der Parkraumüberwachung

Sich unterhalten statt gesaugt?
Die Vertreter der Parkraumüberwachung der Tankstelle wollen das so nicht auf sich sitzen lassen. „Unsere Aufgabe besteht darin, Fahrzeuge festzustellen, die ohne Inanspruchnahme einer Dienstleistung das Areal blockieren“, heißt es. Und weiter: Das betreffende Fahrzeug sei um 18.30 Uhr auf das Areal eingefahren und auf einem Staubsaugerplatz abgestellt, ohne dass eine Reinigung durchgeführt worden sei. Der junge Lenker sei ausgestiegen und habe sich mit einer anderen Person, die gerade ihr Fahrzeug reinigte, unterhalten.

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Es gibt Zeugen, dass mein Sohn Leistungen der Tankstelle in Anspruch genommen hat.

Anwalt Nikolaus Rast

Es habe sich nicht um eine Besitzstörungsklage gehandelt, sondern um eine Vertragsstrafe entsprechend den am Areal ausgehängten Nutzungsbedingungen.

Zweimal zur Lanzenwäsche
„Es gibt Zeugen, dass mein Sohn Leistungen der Tankstelle in Anspruch genommen hat“, widerspricht Rast. Lanzenwäsche habe dieser an jenem Tag sogar zweimal gemacht, was in einem Video des strahlend glänzenden Pkw dokumentiert sei.

Trotz der konträren Angaben gibt es in dem Fall jetzt ein Happy End. Ein Vertreter der Parkraumüberwachung der Tankstelle verkündete: „Da es sich um einen erstmaligen Vorfall gehandelt hat, haben wir entschieden, die Angelegenheit aus Kulanz zu stornieren und keine weiteren Schritte zu setzen.“ Also Schwamm drüber!

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