Der heute 31-jährige Afghane Omar Ali N. vergewaltigte im Jahr 2018 eine Linzerin brutal und wurde daraufhin zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er verschwand mit falscher Identität vor der Berufungsverhandlung und lebte seither offenbar unbehelligt in England. Dort wusste niemand von der dunklen Vergangenheit des Vergewaltigers.
Nicht immer, wenn etwas ganz offensichtlich schiefgegangen ist, kann gleich von Behördenversagen die Rede sein. Im Falle des Afghanen Omar Ali N. (31) hat jede der involvierten Behörden zweier Länder prinzipiell richtig gehandelt. Und doch schaffte es der 31-Jährige, mit falschen Identitäten sämtliche Behörden auszutricksen.
Auf schlafende Frau gekniet und sie missbraucht
Die Geschichte beginnt mit einem grauenhaften Verbrechen. Am 22. Dezember 2018 kniete sich Omar Ali N. auf eine schlafende Linzerin. Sie wachte auf, wehrte sich, schrie den Afghanen an. Und doch vergewaltigte er die Frau brutal. Am 16. September 2019 fiel am Landesgericht Linz das Urteil: drei Jahre Haft für Omar Ali N.
Zu seinem Verteidiger hielt er keinen Kontakt, diesem war auch kein neuer Wohnsitz des Angeklagten bekannt.
Stellungnahme des Linzer Landesgerichtes
Der Afghane ging in Berufung – sollte jedoch zur für den 12. Februar 2020 anberaumten Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Linz nicht erscheinen. Sein Anwalt hatte nichts mehr von seinem Mandanten gehört, schon im Dezember 2019 traf die Fremdenpolizei Omar Ali N. nicht mehr an seiner Linzer Adresse an.
Trotz EU-Haftbefehl dauerte es fünf Jahre bis zur Festnahme
Bis vor Kurzem war völlig unklar, wo sich der Afghane, der seit 9. September 2020 per EU-Haftbefehl gesucht wurde, aufhält. Bis am 29. April 2025 über Interpol Manchester eine Treffermeldung aus England einlangte. Omar Ali N. war gefasst worden. Er sitzt seither in der Justizanstalt Wandsworth in London.
Doch wie kam der gesuchte Vergewaltiger überhaupt nach England? Laut „GBNews“ verfügte der flüchtige Afghane über vier verschiedene Identitäten und fünf verschiedene Geburtsdaten. Mit jenen dürfte er direkt nach der Verurteilung nach England geflüchtet sein. Identitäten, gegen die naturgemäß auch nichts vorlag.
N. verwendete vier verschiedene Identitäten und fünf verschiedene Geburtsdaten auf seinen offiziellen Dokumenten.
„GBNews“ zum Dokumentenmissbrauch des Vergewaltigers
N. log in England – und kam damit durch
Die englischen Behörden ließen den heute 31-Jährigen einreisen. Dem nicht genug: Seine 23-jährige Frau holte Omar Ali N. gleich nach – 2023 wurde dem in Österreich verurteilten Vergewaltiger in Großbritannien „indefinite leave to remain“, also das Recht zu bleiben und zu arbeiten zugesprochen. Auf die Frage, ob er Verbrechen in einem anderen Land begangen hat, antwortete N. mit: „Nein!“
Nun sitzt Omar Ali N. in England in Haft. Laut „Krone“-Recherchen versucht er rechtlich seither alles, um nicht nach Österreich ausgeliefert zu werden.
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